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Unglaublich schöne Natur: Die Via Celtica

Unglaublich schöne Natur: Die Via Celtica

Von Fabian Raphael

  • Natur und Ruhe wie im Urlaub
  • Hohe Berge zwischen Wasser, Wald und Wiesen
  • Die Tour ist recht anspruchsvoll

Die "Via Celtica" liegt direkt vor der Haustür - bei uns im Westen - und für mich fühlte sie sich gleich wie ein kleiner Urlaub an. Auch längere Anfahrten aus anderen Teilen des Westens lohnen sich hierher ins Wittgensteiner Land bei Dotzlar an der Eder in Bad Berleburg.

Unglaublich schöne Natur: Die Via Celtica

Eine Wanderung, die sich wie ein Kurzurlaub vor der Haustür anfühlt. Die Via Celtica im Wittgensteiner Land überzeugt durch idyllische Natur, hohe Berge und Wasser.

Tiefhängende Wolken über einem Tal

Besonders schön ist die Via Celtica am Morgen, wenn die Sonne über den Weiden aufgeht.

Besonders schön ist die Via Celtica am Morgen, wenn die Sonne über den Weiden aufgeht.

Wie der Name schon sagt, wird auf diesem Premiumwanderweg die Beziehung der alten Kelten mit der Natur erklärt. Die Beziehung von Mensch und Natur wird an 14 Stellen erklärt.

Festes Schuhwerk empfohlen: Es geht teils steil bergauf, an machen Stellen kann es auch im Sommer wegen der kleinen Bäche rutschig sein.

Wegen der bizarren Felsen auf dem Weg und dem mythisch anmutenden Wald gilt die Via Celtica auch als spiritueller Wanderweg.

Die Via Celtica führt größtenteils um Dotzlar in Südwestfalen. Immer wieder bekommt man auf der Strecke tolle Aussichten auf das Dorf.

Die Bezeichnung "Premiumwanderweg" ist eine besondere Auszeichnung des Deutschen Wanderinstituts. In Nordrhein-Westfalen gibt es 28 solcher Wege, in Europa etwa 600.

Los geht’s am Maibaum in Dotzlar und dann direkt durch schönste Weiden und tiefen Fichtenwald auf den ersten Berg mit tiefen Ausblicken ins Wittgensteiner Land und seine Umgebung. Die Berge hier sind ziemlich mächtig für unsere Verhältnisse. Auch das macht diese Tour besonders.

Der Natur besonders nahe

Ich habe selten einen Wanderweg erlebt, den seine Macher mit so viel Liebe angelegt haben. Es geht überwiegend über kleine, verschlungene Pfade, auf denen ich mich der Natur besonders nahe fühle. Ich nenne es: Eine schöne "Pfadigkeit". Da macht das Wandern gleich doppelt so viel Spaß und wir können viel mehr Natur am Wegesrand entdecken.

Die Pfade führen uns an hübschen Bachläufen entlang, ins wunderbare Tal der Eder, wieder steil hinauf, mitten über eine Schafweide, ein bisschen kraxelig durch beeindruckende Fledermausfelsen im Eichenwald hin zu wundervollen Weitblicken und in die Wachholderheide mit Birkenpfaden und sehr mächtigen Fichten.

Die Highlights

  • Wunderbare Weitblicke von den hohen Bergen tief ins Wittgensteiner Land mit seinen Wäldern, Wiesen und Weiden.
  • Klein-Kanada: das hübsche Edertal mit dem ruhigen Fluss, seinen weiten Auenwiesen und Wäldern.
  • Kraxelige Pfade mitten durch beeindruckende Felsklippen in einem schönen Eichenwald
  • Die Wachholderheide mit ihrem Birkenpfad und einigen der mächtigsten Fichten im ganzen Westen.

Die "Via Celtica" und die Landschaft im Wittgensteiner Land sind ein Geschenk. Der Weg ist sehr gut gekennzeichnet. Unterwegs erfahren wir einiges über die Verbindung der alten Kultur der Kelten zur Natur – unabhängig davon, ob die Kelten hier jemals gelebt haben.

Reichlich Zeit einplanen

Die Tour ist nicht ohne. Für die 14,5 Kilometer habe ich mit Pausen und Fotostopps wirklich die angegebenen sechs Stunden gebraucht. Feste Schuhe sind ein Muss und auch ein bisschen Kondition. Aber es lohnt sich sehr diese Tour zu gehen! Für mich eine Entdeckung des Jahres: Die "Via Celtica".

Stand: 08.06.2020, 00:00