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Vom Schlosspark zur Wisent-Wildnis

Ein Wisent im Vordergrund, im Hintergund kämpfen zwei weitere

Vom Schlosspark zur Wisent-Wildnis

Wild und kultiviert - diese Tour bietet beides. Ein Höhepunkt, nicht nur für Kinder, sind die ausgewilderten Wisente, bei denen man durch den nördlichen Abstecher der Runde vorbeischauen kann.

Die Tour kompakt

Region: Siegen-Wittgenstein
Länge: 37,1 km
Schwierigkeit: anspruchsvoll
Highlights: Schloss Berleburg, Schlosspark, Fachwerkbau Ludwigsburg, Wald-Skulpturenweg nördlich von Bad Berleburg, wilde Wisente am Rothaarsteig

Damit auch jeder eines der prächtigen Tiere zu sehen bekommt, gibt es auch ein Gehege. Wild ist allerdings auch der Aufstieg am Rothaargebirge. Es geht kräftig bergan. Hier kommen wieder E-Biker auf ihre Kosten - wenn sie den Akku ordentlich geladen haben.

Abkürzen mit dem Auto oder der Bahn

Für Autofahrer mit den Rädern im Gepäck, bietet es sich auch an, mit dem Wagen zur Wisenthütte hoch- und anschließend wieder herunterzufahren. Die eigentliche Radtour beginnt dann erst unten. Auch die Zugverbindung zwischen Bad Berleburg und Aue kann Linderung verschaffen. Die Steigung nördlich von Bad Berleburg kann zudem durch die Verbindung westlich von Berghausen umgangen werden - man verpasst allerdings die Möglichkeit den Waldskulpturenweg zu genießen.

Schloss Berleburg besuchen

Keine Sorge: Auch mit diesen Tricks hat das Siegerland noch genügend Herausforderungen zu bieten. Die Zeit kann dann ganz kultiviert am Schloss Berleburg verbracht werden. Es gehört zu den wenigen Anwesen, die von einer Fürstenfamilie seit Jahrhunderten durchgehend bewohnt werden.

Bis heute ist das stattliche Gemäuer Sitz der fürstlichen Familie zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg. Besichtigungen sind nur nach Anmeldung möglich, aber der Park lädt genauso ein wie die Schlossschänke. Unweit vom Schloss ist auch der Fachwerkbau Ludwigsburg sehenswert.

Karte mit einer Darstellung der Tourenstrecke

Das Siegerland ist bergig, die Tour entsprechend anspruchsvoll.

Bitte beachten Sie diese Hinweise

Radeln mit GPX-Daten und Handy-Navi - so geht's

Im GPS Exchange Format (kurz GPX) werden Geo-Daten so gespeichert, dass man sie in vielen Anwendungen und Navigationssystemen verwenden kann. Auch Google Maps unterstützt das Format. Fürs Radfahren sind aber spezielle Fahrradapps wie Naviki oder Komoot deutlich besser geeignet, weil sie speziell auf die Bedürfnisse von Radfahrern zugeschnitten sind und das Radwegenetz bei der Navigation hinterlegt haben. Die gpx-Daten können Sie auf den Internetseiten der Dienste hochladen. Sie synchronisieren sich automatisch mit den zugehörigen Apps, so dass Sie die Route dann mit dem Handy als Navi abfahren können. Je nach Dienst und Einstellung bekommen Sie die Karte und zusätzlich Abbiegeanweisungen, Entfernungen, Audiohinweise etc. während der Fahrt präsentiert. Bei den Diensten ist eine einmalige Anmeldung meist obligatorisch. Die Basisversionen, die völlig ausreichen, sind z.B. bei Naviki und Komoot kostenlos. Wenn Sie in der Gruppe radeln und alle Tourteilnehmer die gleiche Tour hochladen, fahren alle den selben Weg, so dass auch wenn sich die Gruppe auseinanderzieht alle wieder zusammenfinden.

Bitte beachten Sie

Benutzen Sie die durch GPX-Daten beschriebenen Touren mit Bedacht und Vorsicht. Fehler können genauso wenig ausgeschlossen werden wie Wege und Straßen, die gesperrt worden sind, umgebaut werden oder durch andere Umstände nicht wie erwartet befahren werden können oder in Abschnitten für Radfahrer (zeitweise) nicht (mehr) zugelassen sind. Es können auch Straßen in den gpx-Daten hinterlegt sein, die über parallel verlaufende Radwege verfügen, die dann benutzt werden sollte. Manche Routen enthalten Fähren. Bitte erkundigen Sie sich vorab über die Fahrzeiten. Hier und da führen kleine Abstecher zu Highlights, die als Option gedacht sind. Denken Sie daran, dass jeder selbst die Verantwortung trägt, WDR 2 haftet nicht für Schäden oder Unfälle, die bei der Verwendung der Daten und Informationen entstehen. Sämtliche Touren sind Rundtouren, die an jeder Stelle begonnen oder beendet werden können. Aus technischen Gründen enthalten die Routen aber Start und Zielpunkte, die mit dem von Ihnen gewählten Start nicht übereinstimmen müssen. Außerdem geben die Daten auch eine Richtung vor. Die Touren können aber auch andersherum gefahren werden. Je nachdem, welche Navigation benutzt wird, können Sie die Tour einfach umdrehen.

Goldene WUMS-Regeln

  • Wetter: Die meisten Handys sind nicht wasserdicht. Man sollte für sein Handy-Navi also eine wettersichere, gut und einfach zu befestigende Halterung am Rad haben. Das Navigieren aus der Jackentasche heraus, wenn man von einem Regenschauer überrascht wird, ist kein Spaß. Es gibt verschiedene Lösungen von unterschiedlichen Anbietern: Klemmen, kletten, einhaken, mit Gummiabdeckung, mit Tüte - alles ist dabei. Achten Sie darauf, dass die Befestigung sicher hält, das Handy gedämpft wird, nicht auf dem Rohr klappert oder scheuert und sich das Gerät trotzdem leicht entnehmen lässt, wenn man z.B. eine Rast macht. Wenn es regnet, kann es sein, dass die Bedienung durch Plastikfolien hindurch schwierig, unmöglich oder fehlerhaft ist.
  • Unfallgefahr: Auch beim Radeln: Augen auf die Straße und nicht nur aufs Navi!
  • Mobilfunkempfang: Je nach App und Einstellung benötigen die Dienste Empfang zur Darstellung der Route. Laden Sie nach Möglichkeit die Routen und Karten vorab herunter. Ohne Mobilfunkempfang oder WLAN funktioniert die Neuberechnung von Routen nicht. Und: Bei uns im Westen gibt es gerade da, wo es am schönsten ist, immer noch Funklöcher. Achten Sie auch auf den Datenverbrauch - je nach Volumen, das Sie zur Verfügung haben.
  • Strom: Der Strombedarf fürs Navigieren ist hoch. Eine Powerbank ist für eine mehrstündige Tour sinnvoll. An manchen E-Bikes, Dynamoanlagen oder Lampen lassen sich auch Handys anschließen. Achten Sie dabei auf den Anschluss. Viele Handys benötigen heute 2,1 Ampere. Schließen Sie Ihr Handy nur an, wenn der Ausgang auch geeignet ist.

Wie fit sollte ich für die Touren sein?

Kondition und sportlicher Ehrgeiz sind unter Radlern unterschiedlich ausgeprägt. Die eine fährt mit dem E-Bike, der andere mit dem Hollandrad, der eine will Strecke machen, die andere viele Pausen und eine gemütliche Tour. Deswegen: Länge und der Charakter einer Tour sagen nur bedingt etwas darüber aus, ob eine Runde gefällt oder nicht. Apps und Internetseiten wie komoot.de oder naviki.de zeigen das Profil einer Tour an (Steigungen und Gefälle) und geben auch Auskunft über die Qualität der Pisten - das kann helfen. Aber: Wer häufig unterwegs ist, weiß, dass schon ein starker Regen am Vortag einen sonst pittoresken Feldweg zur Qual machen kann. Manche Touren können auch dazu einladen sich ein Wochenende Zeit zu nehmen und eine Übernachtung einzuplanen - ob in einer Pension oder mit dem Zelt. Schon ist ein kleiner Kurzurlaub im Westen daraus geworden.

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