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WDR 2 Das Zelt / Raus in den Westen - Das Bergwerk Bestwig

Unter Tage im Sauerländer Besucherbergwerk

Stand: 07.07.2022, 00:00 Uhr

  • Im stillgelegten Erzbergwerk auf Entdeckungsreise
  • Mit der Grubenbahn 1,5 Kilometer in den dunklen Stollen
  • Über Tage führt ein Rundwanderweg um das Bergwerk herum

WDR 2 Das Zelt - im Sauerländer Besucherbergwerk Ramsbeck

Zelten einmal ganz anders - 300 Meter unter der Erde und bei nasskalten zehn Grad: Für WDR 2 Hörerin und Höhlentaucherin Stefanie Gründer aus Remscheid ist das genau das Richtige.

Steffie, Marcus, Ralph und Michi knien im WDR 2 Zelt im Besucherbergwerk Ramsbeck und lächeln in die Kamera

Gemeinsam mit Ehemann Marcus (links) und den beiden Taucherfreunden Ralph (Mitte) und Michi (rechts) hat Steffie im Besucherbergwerk Ramsbeck übernachtet – direkt an der Kippstelle.

Gemeinsam mit Ehemann Marcus (links) und den beiden Taucherfreunden Ralph (Mitte) und Michi (rechts) hat Steffie im Besucherbergwerk Ramsbeck übernachtet – direkt an der Kippstelle.

Das ehemalige Erzbergwerk steht in der kleinen Ortschaft Bestwig, mitten im Sauerland. Hier wurden früher Blei- und Zinkerze abgebaut. 1974 wurde das Bergwerk stillgelegt und im selben Jahr zum Museum umgebaut.

Museumsleiterin Friederica Ihling nimmt die Übernachtungsgäste in Empfang. Im Rahmen einer Sonderführung geht sie mit Steffie und Co. im alten Sauerländer Bergwerk auf Erkundungstour – und zeigt ihnen sogar Orte, die der Öffentlichkeit sonst nicht zugänglich sind.

Helm auf – und los geht's: Mit der alten Grubenbahn müssen Steffie, Marcus, Michi und Ralph nun noch 1,5 Kilometer durch den Stollen rumpeln ...

... ehe sie schließlich das WDR 2 Zelt erreichen – 300 Meter unter Tage!

Angst in der Tiefe? So etwas kennen Steffie und ihre Begleiter nicht. Die vier sind begeisterte Höhlentaucher und fühlen sich bei diesen Bedingungen pudelwohl.

"Wer da?" Die Leitung ins Studio nach Köln stellt WDR 2 Reporterin Anita Horn in dieser Woche per Grubentelefon her.

Bevor Steffie, Marcus, Ralph und Michi es sich im WDR 2 Zelt gemütlich machen, gibt es auch hier unten noch einiges zu entdecken.

Zum Beispiel dieses technische Meisterwerk: Die unterirdische Trommelfördermaschine wurde in den 1960er Jahren gebaut und war damals weltweit die größte ihrer Art.

Gemütliche Sitzgelegenheiten wie diese sind in Museen sonst eher Mangelware.

Zurück am Zelt steht das Catering schon bereit: Steffie und ihre Mitzelter lassen es sich schmecken – und stoßen auf den gelungenen Abend gemeinsam an. Zum Wohl – und: Glück auf!

Grubenhelm auf und rein in die elektrische Grubenbahn. Womit vor einigen Jahren noch die letzten Bergleute gefahren sind, können Bergwerkbesucher jetzt den Stollen hinunter rumpeln und die Geschichte von Blei- und Zinkerz hautnah erleben - mit 300 Metern Gebirge über den Köpfen.

Auf dem Weg nach unten geht es vorbei an der ihrerzeit größten unterirdischen Trommelfördermaschine der Welt, an alten Werkzeugen und Maschinen zum Erzabbau sowie technischen und historischen Sammlerstücken. An den Wänden hängen "Frösche", die sogenannten alten Bergmannslampen.

1974 wurde das Bergwerk geschlossen und im gleichen Jahr zum Besucherbergwerk mit Museum umgebaut. Unter Tage beträgt die Temperatur das ganze Jahr rund 12 Grad - gutes Schuhwerk und warme Kleindung sind also immer empfehlenswert.

Der WDR 2 Geheimtipp

Am Sauerländer Besucherbergwerk startet ein zehn Kilometer langer Bergbauwanderweg. Er zeigt an 24 Stationen, wie stark der Bergbau den Ort und das Sauerland geprägt hat. Wer danach mag, kann seinen Hunger bei einem Gruben-Light-Dinner mit Flackerlicht stillen. Glück auf!

Unter Tage im Sauerländer Besucherbergwerk

 

Das Bergwerk im sauerländischen Bestwig-Ramsbeck ist ein echter Besuchermagnet. 1974 wurde der alle Stollen nach vielen Jahrzehnten Erzabbau geschlossen.

Im Museum werden alte Werkzeuge und Sammlerstücke ausgestellt. Sie geben einen Vorgeschmack auf das, was die Gäste unter Tage erwartet.

Mit einer Grubenbahn führt die Fahrt über 1,5 Kilometer hinunter. 300 Meter Gebirge türmen sich über den Köpfen der Besucherinnen und Besucher auf.

Grubenführer erklären die Geschichte des Blei- und Zinkerzabbaus. Die Dunkelheit und ganzjährig frischen zwölf Grad vermitteln ein Gefühl der damaligen Arbeit hier unten.   

An den Wänden hängen an vielen Stellen "Frösche", die sogenannten alten Bergmannslampen. Ihr Flackerlicht sorgt für Grubenstimmung und Bergwerkromantik – hier kann man sogar ein Gruben-Light-Dinner buchen.

Der Ausflug in das Bergwerk ist spannend und Alt und Jung. Unbedingt feste Schuhe und eine warme Jacke anziehen. Und dann der grubeneigenen Akkustik lauschen. Glück auf! 

Alle Infos zu diesem Ausflug in den Westen

DauerFührung unter Tage ca 60 Minuten. Gesamter Besuch: 2-2,5h
DistanzUnter Tage rund 650 Meter Fußweg
Schwierigkeitleicht
KostenKinder unter 4 Jahren frei, ermäßigt (Kinder, Schüler*innen, Studierende, Schwerbehinderte) 6,00 €, Erwachsene 9,50 €, Familienkarte 25 €, RTC einmalig freier Eintritt; ermäßigte Gruppentarife
Anreise mit dem AutoGlück-Auf Straße 3, 59909 Bestwig-Ramsbeck, ab Ausfahrt BAB 46 Bestwig beschildertKostenfreier Parkplatz direkt am Besucherbergwerk
Anreise mit Bus und BahnAus Hagen, Dortmund oder Kassel mit Regionalbahn bis Bahnhof Bestwig, weiter mit Bus R 72 bis Ramsbeck Ziegelwiese
Mit KindernKeine Altersbeschränkung, Einfahrt empfohlen für Kinder ab ca 4 Jahren; Besucherbergwerk nicht barrierefrei/ nicht Kinderwagen-tauglich
Mit dem HundTiere sind im Besucherbergwerk nicht erlaubt
WDR 2 JahreszeittippBesuch ist wetterunabhängigUnter Tage sind das ganze Jahr über 10-12°C (warme Kleidung und feste Schuhe empfohlen)