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Dreck: Bill Buford als Kochlehrling in Frankreich

Bill Buford: Dreck

Dreck: Bill Buford als Kochlehrling in Frankreich

  • Bill Buford geht als Kochlehrling nach Frankreich
  • Er ist 50 Jahre alt und spricht kein Französisch
  • Dieses Buch macht Lust auf Omelett mit singender Butter

Bill Buford - Dreck

WDR 2 Lesen 17.01.2021 06:26 Min. Verfügbar bis 18.01.2022 WDR 2


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Worum geht es?

Das Buch hat einen ungewöhnlich langen Untertitel und der macht schon mal klar, worum es geht: "Wie ich meine Familie einpackte, Koch in Lyon wurde und die Geheimnisse der französischen Küche aufdeckte." Bill Buford ist Amerikaner, Journalist, Literaturkritiker und hat zwei Bestseller geschrieben.

Wenn er in New York in einem angesagten Restaurant einen Tisch will, bekommt er ihn, egal wie lang die Warteliste ist. Findet er fast schon langweilig, auch deshalb beschließt er ziemlich Hals über Kopf, mit Frau und Kindern nach Frankreich zu gehen, um dort französisch kochen zu lernen.

Nicht irgendwo, sondern in Lyon. Die Lyoner sind nicht unbedingt gastfreundlich, Amerikaner finden sie besonders doof, aber das ist nichts gegen die Feindseligkeit, die Bill Buford, der kein Französisch spricht, als Kochlehrling in einem 3-Sterne- Laden entgegenschlägt.

Über den Autor

Bill Buford ist Amerikaner und ein bekannter Journalist. Er war lange in Italien, hat dort das Pastamachen gelernt. Darüber ein Buch geschrieben, das ein Megaseller wurde. "Hitze. Abenteuer als Küchensklave, Sous-Chef, Pastamacher und Metzgerlehrling." Der Mann liebt offensichtlich lange Untertitel.

Was sagt Kritikerin Christine Westermann?

Bill Buford ist kein Jungspund mehr, er ist Anfang 50, was er sich traut, ist mehr als mutig. Wie er die fünf Jahre mit Frau und Kindern erlebt, das hat er aufgeschrieben. Es ist sehr unterhaltsam, oft sehr komisch. Dazu verblüffend, spannend und manchmal zum Kopfschütteln.

Christine Westermann vor einem Bücherregal

WDR 2 Literaturkritikerin Christine Westermann

Der Autor ist manchmal ein bisschen zu selbstverliebt, das kann nerven. Und manchmal habe ich über die umfangreichen historischen Ausflüge und Weingutbeschreibungen großflächig hinweggelesen. Beiseite legen wollte ich dieses Buch aber kein einziges Mal. Dazu war es viel zu vergnüglich.

Und wenn man am Ende nicht Lust auf ein Omelett mit singender Butter hat, ist irgendwie was schiefgelaufen. Ich halte das jedenfalls für gänzlich ausgeschlossen.

Für wen ist das Buch?

Für all jene, die große Sehnsucht danach haben, endich mal wieder in einem guten Restaurant zu sitzen und sich zu amüsieren.

Das Buch auf einem Blick:

Bill Buford
Dreck
511 Seiten
Verlag: Hanser
Übersetzung: Sabine Hübner
ISBN: 978-3-446-26771-8
Preis: 26 €
Kategorie: Reportage

Stand: 17.01.2021, 00:00