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Lauren Spencer-Smith - Fingers crossed
Szene aus der Doku "Wir sind keine Puppen"

Wir sind keine Puppen

Stand: 19.05.2022, 00:00 Uhr

Mithilfe von Tagebuchaufzeichnugen und alten Aufnahmen erzählt die Dokumentation die Geschichte von Hausfrauen aus deren eigener Sicht. Die Frage: Wie wurde dieses Dasein erlebt?

Von Andrea Burtz

Neue Filme: "Dog", "Stasikomödie", "Wir sind keine Puppen"

WDR 2 Kino 19.05.2022 03:43 Min. Verfügbar bis 19.05.2023 WDR 2


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Darum geht's

Filmautorin Michèle Dominici spricht mit ihrer Mutter über deren Erinnerungen. Die Aufzeichnungen enden im Jahr 1960 - dem Jahr ihrer Hochzeit. Die Mutter erklärt: "Danach ist nichts Aufregendes mehr passiert". Daraufhin recherchierte Michèle Dominici und stieß auf Aufzeichnungen anderer Hausfrauen, die zwischen 1945 und 1970 geheiratet und ihr Dasein niedergeschrieben haben. Aus ihren Amateurfilmaufnahmen und Tagebüchern hat Dominici die Geschichte von Hausfrauen aus ihrer eigenen Perspektive collagiert

Das sagt Kinokritikerin Andrea Burtz

Bügeln, Kochen, Tischdecken und auf den Ehemann warten. Was in ersten Monaten nach der Hochzeit noch spannend ist, wird schnell zu deprimierender Eintönigkeit. Das in den 1950er Jahren gepriesene Bild der fröhlichen Hausfrau, die sich im Haushalt selbst verwirklicht, wird im persönlichen Erleben dieser Frauen demontiert. Lebendiges Bildmaterial, aufrichtige Erinnerungen und eine galante Montage machen aus der Dokumentation ein spannendes und unterhaltsames Zeitdokument.

Die Bewertung auf einen Blick

Vier von fünf Sternen

Dokumentation, Frankreich

Länge: 52 Minuten