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WDR 2 Neu im Kino: Rifkin's Festival

Woody Allen - Rifkin's Festival

Stand: 07.07.2022, 00:00 Uhr

Mit "Rifkin's Festival" ist Woody Allen teilweise eine Liebeserklärung ans europäische Autorenkino gelungen. Aber überzeugt das Film auch in Gänze?

Von Andrea Burtz

WDR 2 Neue Filme: "Rifkins Festival", "Liebesdings" und "Thor"

WDR 2 Kino 07.07.2022 03:58 Min. Verfügbar bis 07.07.2023 WDR 2


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Darum geht's

Mort Rifkin, Filmhistoriker in Rente, reist mit seiner jüngeren, attraktiven Ehefrau zum Filmfestival in San Sebastian. Dort betreut die Agentin einen aufstrebenden, ebenfalls jungen Regisseur. Eifersüchtig beobachtet Mort, wie der umschwärmte Künstler seine Frau becirct.

Seine schmerzvollen Erlebnisse und panische Fantasien spiegeln sich in schwarz-weiß Träumen, die abgewandelte Schlüsselszenen bekannter Autorenfilme von Truffaut, Godard und Bergman sind. Mort flüchtet sich in lächerliche, eingebildete Krankheiten.

Wiederholt lässt er sich von einer spanischen Ärztin behandeln, die ebenfalls eine Ehekrise durchlebt. Sie zeigt ihm die Umgebung, er macht tollpatschige Flirtversuche. Wie diese Komödie wohl endet?

Darum geht's wirklich

Nach Filmen, die in europäischen Städten wie London, Rom und Paris spielten, hat sich Woody Allen für sein 51. Werk das Filmfestival in San Sebastian ausgesucht. Hier feierte „Rifkin’s Festival“ 2020 auch seine Weltpremiere.

Die spielen mit

Wallace Shawn ist in der Hauptrolle als eifersüchtiger, alter Ehemann zu sehen. Louis Garrel spielt seinen Rivalen, den aufstrebenden Regisseur. In einem Kurzauftritt brilliert Christoph Waltz als „Tod“ im Traum, der auf Bergmans „Das siebente Siegel“ anspielt.

Das sagt WDR 2 Filmkritikerin Andrea Burtz

Mit seinen Traumsequenzen voller Anspielungen ist Woody Allen eine Liebeserklärung ans europäische Autorenkino gelungen. In ihnen strahlt ab und zu bissige Selbstironie aus Allens Frühwerk auf.

Die Rahmenhandlung, das Liebesgeplänkel des alternden Historikers Rifkin, ist hingegen umständlich, manchmal sogar peinlich geraten, wenn der tapsige Historiker versucht, die 30 Jahre jüngere Ärztin zu beeindrucken.

Auch wenn Kurzauftritte wie der von Christoph Waltz als Tod in einer Traumsequenz überraschende Highlights sind, kann "Rifkin's Festival" nicht durchgehend überzeugen.

Die Bewertung auf einen Blick

Drei von fünf Sternen
Komödie, USA 2020
Länge: 91 min
Ab 12 Jahren
Kinostart: 7. Juli 2022