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David Kross (r) als Ludger und Henry Hübchen als Siemens in einer Szene des Films "Leander Haußmanns Stasikomödie"

Leander Haußmanns Stasikomödie

Stand: 19.05.2022, 00:00 Uhr

"Leander Haußmanns Stasikomödie" ist der dritte und letzte Teil der DDR-Trilogie des Regisseurs. Diesmal nimmt er sich Künstlerszene und Stasi Ende der 1980er Jahre vor. Mit dabei: Henri Hübchen und Detlev Buck.

Von Andrea Burtz

Neue Filme: "Dog", "Stasikomödie", "Wir sind keine Puppen"

WDR 2 Kino 19.05.2022 03:43 Min. Verfügbar bis 19.05.2023 WDR 2


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Darum geht's

Berlin, heute. Auf Drängen von Familie und Freunden beantragt Ludger Fuchs Einsicht in seine Stasi-Akte. Heute ist er prominenter Romanautor, in den 1980er Jahren war er Held im Widerstand der DDR. Stolz präsentiert Ludger seiner Familie die dicke Akte. Alles scheint feinsäuberlich dokumentiert: Von der Katze bis zu Szenen im Ehebett. Doch auch ein intimer, wieder zusammengeklebter Brief wurde aufbewahrt, der scheinbar nicht von Ehefrau Corinna stammt. Ludger flüchtet vor einem Ehestreit, um ganz allein an die alte Zeit zu denken, als er als junger Mann von der Stasi angeworben wurde, um die Bohème-Szene am Prenzlauer Berg zu bespitzeln und zu zersetzen.

Darum geht's wirklich

"Leander Haußmanns Stasikomödie" ist nach "Sonnenallee" und "NVA" der dritte und letzte Teil seiner DDR Trilogie.

Die spielen mit

David Kross und Jörg Schüttauf spielen Ludger in unterschiedlichen Jahrzehnten, Margarita Broich verkörpert seine Frau, Henri Hübchen einen Stasi-Offizier, Detlev Buck spielt einen unterbelichteten Ordnungspolizisten. Die Liste mit Kurzauftritten von prominenten Schauspielern ist noch viel länger.

Das sagt Kinokritikerin Andrea Burtz

Im letzten Teil seiner DDR Trilogie hat sich Leander Haußmann die Künstlerszene und die Stasi vorgenommen. Er zielt auf die Endphase der DDR, kurz vor der Wende, als das Regime bereits ausgehöhlt war und die Stasi die Kontrolle übers Land verloren hatte. Ihre Mitarbeiter stellt Haußmann als unterbelichtet und obrigkeitshörig dar. Die "letzten Zuckungen" der DDR inszeniert er genüsslich als großes Schmierentheater, das immer wieder in Klamauk abgleitet. Die Gefährlichkeit der Stasi ist nur im von Henri Hübchen verkörperten Stasi-Offizier zu sehen.

Die Bewertung auf einen Blick

Drei von fünf Sternen

Komödie, Deutschland 2022

Länge: 115 min

Ab 12 Jahren

Kinostart: 19. Mai 2022