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The King of Staten Island

Trailer zum Kinofilm "The King of Staten Island" WDR 2 Kino 30.07.2020 02:19 Min. Verfügbar bis 20.08.2020 WDR 2

The King of Staten Island

Von Andrea Burtz

Scott ist 24 und verbringt seine Tage mit Nichtstun. Schuld an seinem Zustand ist der frühe Tod des Vaters, ein Feuerwehrmann, der bei einem Einsatz ums Leben kam. "The King of Staten Island" erzählt von Wut, Schmerz und einem Neubeginn.

Neu im Kino: "King of Staten Island" und "Master Cheng"

WDR 2 Kino 30.07.2020 03:11 Min. Verfügbar bis 30.07.2021 WDR 2

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Darum geht es

Scott ist das, was man einen "Slacker" nennt. Ein 24-jähriger junger Mann, der sich weigert, erwachsen zu werden und Verantwortung fürs eigene Leben zu übernehmen. Sein Dasein besteht aus Kiffen, Nichtstun, Depression. Er wohnt noch bei seiner alleinerziehenden Mutter und hat als einzigen Traum, das weltweit erste Tattoo-Restaurant zu eröffnen. Die Schuld an seinem verkorksten Leben gibt er dem frühen Tod des Vaters, ein leidenschaftlicher Feuerwehrmann, der bei einem Einsatz ums Leben kam. Scott hat sich im Nichtstun eingerichtet. Doch seine Welt gerät ins Wanken, als seine kleine Schwester das Haus fürs College verlässt und seine Freundin nichts mehr von ihm wissen will. Dann bringt seine verständnisvolle Mutter auch noch ihren Freund mit nach Hause – einen Feuerwehrmann! Scotts Lotterleben gerät unter Druck.

Darum geht es wirklich

Pete Davidson, aus der US Kultshow "Saturday Night Live" bekannt, hat das autobiographisch gefärbte Drehbuch geschrieben. Davidson hat seinen Vater Scott, einen Feuerwehrmann, bei den Terroranschlägen vom 11. September 2001 verloren. Da war Pete gerade sieben. Auch wenn der Kinofilme nicht eins zu eins seine Geschichte erzählt, ist die Wahrhaftigkeit in der Story spürbar.

Die spielen mit

Pete Davidson hat auch gleich die Hauptrolle übernommen. Er überzeugt als mies tätowierter Scott, der mit dicken Rändern unter den Augen durchs Leben eiert. Überragend ist Marisa Tomei als seine Mutter, die eine glaubwürdige Wandlung der sich aufopfernden Mama zur selbstbestimmten Frau hinlegt.

Das sagt Kinokritikerin Andrea Burtz

Komödienspezialist Judd Apatow ("Jungfrau, männlich, 40, sucht…", "Beim ersten Mal") ist eine herzerwärmende Tragikomödie gelungen. So wie Scott ohne jedes Zeitgefühl und Ziel in den Tag hineinlebt, entwickelt sich auch für den Zuschauer die Geschichte erst einmal ziellos. Scheinbar. Denn die kleinen Episoden in Scotts Leben formen nach und nach ein stimmiges Portrait. Scott ist eine interessante Hauptfigur, der man trotz ihrer Lethargie und Selbstgefälligkeit sofort Sympathie entgegenbringt, weil man ihre große Verletzung spürt. Marisa Tomei in der Rolle der fürsorglichen Mutter ist ein Glücksgriff.

Die Bewertung auf einen Blick

Vier von fünf Sternen

Tragikomödie, USA 2020

Länge: 137 min

Altersbeschränkung: ab 12 Jahren

Kinostart: 30.07.2020

Stand: 30.07.2020, 00:01