Trailer zum Kinofilm "Guillermo del Toros Pinocchio"

WDR 2 Kino 24.11.2022 01:27 Min. Verfügbar bis 15.12.2022 WDR 2

Guillermo del Toros Pinocchio

Stand: 24.11.2022, 00:01 Uhr

Regisseur Guillermo del Toro interpretiert die weltbekannte Geschichte von der Holzpuppe, die zum Leben erweckt wird, neu: "Pinocchio" ist ein düsteres, geheimnisvolles Märchen in Stop-Motion Technik.

Von Andrea Burtz

Neue Filme: "Emily", "Zeiten des Umbruchs", "Pinocchio"

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Darum geht's

Italien in den 1930er Jahren. Der alte Tischler Gepetto ist ein vereinsamter Trinker, der den Tod seinen Sohnes Carlo nie verwunden hat. Eines Tages fällt er aus Verzweiflung über den Verlust den Baum auf Carlos Grab und schnitzt daraus eine Holzpuppe, die durch eine Fee zum Leben erweckt wird. Doch Pinocchio ist kein niedliches Püppchen, kein Abziehbild des kleinen Carlo, sondern entwickelt sich zum Rabauken, der neugierig aufs Leben ist. Er will so akzeptiert zu werden, wie er ist. Weder als Wiedergänger Carlos, noch als braver Mitläufer.

Darum geht's wirklich

Guillermo del Toro hat Carlo Collodis "Die Abenteuer des Pinocchio" neu interpretiert und ins faschistische Italien der 1930er Jahre verlegt. Hier geht es um Anderssein und Akzeptanz, Mitläufertum und Aufbegehren.

Die spielen mit

In der deutschen Fassung leiht Philipp Moog der Figur Sebastian J. Grille seine Stimme. In der Originalfassung ist es Ewan Mc Gregor, der als Grille durch die Geschichte führt. Der neunjährige Gregory Mann spricht und singt die Holzpuppe. Nach Gregorys Gesichtszügen ist auch die Pinocchio Stop-Motion Figur entwickelt worden.

Das sagt Kinokritikerin Andrea Burtz

Schon jetzt gilt die Neuinterpretation des mexikanischen Regisseurs Guillermo del Torro ("Pans Labyrinth", "Shape of Water") in Zusammenarbeit mit Mark Gustafson als heißer Oscarkandidat. Del Toro hat aus der weltbekannten Geschichte ein düsteres, geheimnisvolles Märchen in Stop-Motion Technik gemacht. Wunderbar! Keine glattes Computerbild, sondern fliegende Haare, unebene Oberflächen – die Story wirkt echt! Pinocchio ist hier kein niedliches Bübchen mit Schleife und Hütchen wie in der Disney-Interpretation, sondern ein unperfektes, nacktes Holzwesen, das im wahrsten Sinne des Wortes immer wieder aneckt. Durch Mitgefühl und den Zusammenhalt von Außenseitern gelangt Pinocchio dennoch ans Ziel. Komponist und Oscargewinner Alexandre Desplat (u.a. "Shape of Water") unterstützt mit seiner Filmmusik den düsteren Ton der Geschichte. Eine gelungene Neuinterpretation des Klassikers, der bekannte Motive neuzusammensetzt. Ein besonderer Film, ein del Toro Film eben.

Die Bewertung auf einen Blick

Fünf von fünf Sternen

Fantasydrama/Musical, USA/Mexiko/Frankreich 2022

Länge: 114 min

FSK nicht abrufbar

Kinostart: 24. November 2022

Auf Netflix ab 9. Dezember 2022