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Dune

Szene aus dem Kinofilm "Dune"

Dune

Von Andrea Burtz

Das überwältigende Fantasy-Epos erzählt von der Sehnsucht eines unterdrückten Volkes, das auf seinen Erlöser wartet, und von den Folgen der Kolonisation.

Neue Filme: "Dune" und "Je suis Karl"

WDR 2 Kino 16.09.2021 02:56 Min. Verfügbar bis 16.09.2022 WDR 2


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Darum geht's

In ferner Zukunft soll die hochgeborene Familie Atreides auf einen Wüstenplaneten namens Arrakis umsiedeln. Dort wird ein kostbarer Staub, das "Spice", abgetragen, das Menschen zum Leben brauchen. Auch, damit ihre Raumschiffe intergalaktische Reisen bewältigen können.

Herzog Leto will das staubige "Spice" ernten. Doch auf dem Wüstenplaneten lauern große Gefahren: Es ist am Tag über 60 Grad heiß. Außerdem jagen riesige Sandwürmer durch den Boden, die auf Bewegung reagieren und alles verschlingen.

Die Fremen, das indigene, lange unterdrückte Volk auf Arrakis, steht den Fremden feindlich gegenüber. Herzog Leto kämpft mit aller Kraft ums Überleben seiner Dynastie. Er stimmt Sohn Paul darauf ein, schon bald sein Nachfolger zu werden.

Darum geht's wirklich

Dune erzählt von der Sehnsucht eines unterdrückten Volkes, den indigenen Fremen von Arrakis, die auf ihren Erlöser warten. Es geht um die Ausbeutung von Ressourcen und Folgen der Kolonisation. Hauptfigur Paul wird im Laufe der Geschichte vom Teenager zum Mann.

Die spielen mit

"Dune" ist bis in die Nebenrollen hochkarätig besetzt: Timothée Chalamet spielt den Helden Paul Atreides, Oscar Isaac verkörpert seinen Vater Leto, Pauls Mutter, eine Hexe, wird gespielt von Rebecca Ferguson.

Charlotte Rampling glänzt mit bösen Blicken als Seherin, Jason Momoa ist der furchtlose Kämpfer Duncan Idaho, Javier Bardem spielt den Führer der Fremen.

Das sagt Kinokritikerin Andrea Burtz

"Dune" ist ein Blockbuster mit unverwechselbarer Handschrift von Denis Villeneuve ("Blade Runner 2049", "Sicario"). Flugobjekte haben die Form riesiger Libellen, aufgeworfene Sandberge lassen lange nur erahnen, wie monströs gefährliche Sandwürmer sind.

Ihr Angriff mündet in der ersten von zwei überraschenden Actionszenen. Villeneuve schwelgt in überwältigenden Bildern seines grandiosen Setdesigns, ohne seine Figuren und ihre Konflikte zu vernachlässigen.

Da die Buchvorlage von Frank Herbert so komplex ist, hat Villeneuve die Handlung entschlackt und zunächst nur den ersten Teil verfilmt. Ein zweiter könnte folgen.

Timothée Chalamet überzeugt als Held wider Willen, dank großer Verletzlichkeit nimmt er für sich ein. "Dune" ist ein wuchtiges, überwältigendes Epos. Ein Kinoereignis, das auf die Kraft der Bilder setzt, einen bombastischen Score von Hans Zimmer, der immer wieder mit der Stille der Wüste kontrastiert.

Villeneuve hatte "einen Star Wars Film" für Erwachsene versprochen und das ist ihm gelungen.

Die Bewertung auf einen Blick

4 von fünf Sternen

Fantasy, USA 2021

Regie: Denis Villeneuve

Länge: 155 Minuten

Ab 12 Jahren

Kinostart: 16.09.2021

Stand: 16.09.2021, 00:01