Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull

Jannis Niewöhner (l) als Felix Krull und Joachim Król als Kuckuck in einer Szene des Films "Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull"

Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull

Von Andrea Burtz

Neuverfilmung des Romans von Thomas Mann: Einem charmanten jungen Mann aus zerrütteten bürgerlichen Verhältnissen gelingt durch sein Talent für falsche Identitäten der Einstieg in die Welt der Reichen und des Adels - sehenswert, von Regisseur Detlev Buck.

WDR 2 Neue Filme: "After Love", "Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull", "Hilfe, ich habe meine Freunde geschrumpft"

WDR 2 Kino 02.09.2021 04:00 Min. Verfügbar bis 02.09.2022 WDR 2


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Darum geht's

Paris, Anfang des 20. Jahrhunderts: Der reiche Marquis Louis de Venosta ist über beide Ohren in die Kokotte Zaza verliebt. Der Vater droht, ihn zu enterben. Zum Vergessen will er seinen Sohn umgehend auf eine Weltreise schicken. Der Marquis ist am Boden zerstört und kommt mit Kellner Armand ins Gespräch, der ihm seine eigene Armuts- und Liebesgeschichte erzählt. Hinter Armand verbirgt sich der Hochstapler Felix Krull, dessen Vater Sektfabrikant war, bankrott ging und sich das Leben nahm. Krull ist davon getrieben, wieder seinen gesellschaftlichen Aufsteig zu schaffen. Als Liftboy macht er sich im Hotel besonders bei den Damen unentbehrlich. Er bietet dem Marquis an, an seiner Stelle auf Weltreise zu gehen. Dann könne er bei seiner Geliebten Zaza bleiben. De Venosta ahnt nicht, dass Zaza auch Krulls Geliebte ist.    

Darum geht's wirklich

Regisseur Detlev Buck ist gemeinsam mit Autor Daniel Kehlmann ein Drehbuch gelungen, das die berühmte Romanvorlage von Thomas Mann fürs moderne Kino beschleunigt, obwohl der Film im Dekor des 20. Jahrhunderts bleibt.

Die spielen mit

Jannis Niewöhner ist Felix Krull ("High Society", "Der Fall Collini"), Liv Lisa Fries ("Babylon Berlin") dessen Geliebte Zaza, David Kross ("Der Vorleser", "Krabat", "Simpel") verkörpert Marquis Louis de Venosta. Tolles Trio.

Das sagt Kinokritikerin Andrea Burtz

Die Neuauflage des Thomas Mann Klassikers kommt leicht und charmant daher; großartig ausgestattet, überzeugend gespielt von einem harmonierenden Trio. Ein Kostümfilm übers Sein und Scheinen, Haben und Nicht-Haben von Liebe und Geld mit trockenem Detlev-Buck-Humor.

Die Bewertung auf einen Blick

Vier von fünf Sternen

Komödie, Deutschland, 2021

Länge: 114 min

Ab 12 Jahren

Ab 2. September im Kino

Stand: 02.09.2021, 00:01