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A la carte - Freiheit geht durch den Magen

Trailer zum Kinofilm "ÁlaCarte" WDR 2 Kino 25.11.2021 Verfügbar bis 16.12.2021 WDR 2

A la carte - Freiheit geht durch den Magen

Von Andrea Burtz

Frankreich kurz vor der Revolution - ein Koch serviert seinem Herzog Kartoffeln und produziert damit einen Skandal. Er wird verstoßen und gründet mit einer geheimnisvollen Fremden das erste "A la carte"-Restaurant des Landes. Der Film ist ein viseuller Augenschmaus.

Neu im Kino: "Respect", "Encanto" und "A la carte"

WDR 2 Kino 25.11.2021 04:09 Min. Verfügbar bis 25.11.2022 WDR 2


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Darum geht's

Frankreich, 1789, kurz vor der Revolution. Der begnadete Koch Manceron vertreibt mit seinen kulinarischen Kreationen für Herzog de Chamfort die Langeweile. Er lässt den Adel in hübsch angerichtetem Schwanenragout und gebackenen Täubchen schwelgen. Doch Manceron will sich nicht ständig wiederholen. Der Vollblut-Küchenchef lässt seiner Fantasie freien Lauf und tischt den hohen Gästen eine Köstlichkeit aus der niedrigsten aller Zutaten auf: ein mit Trüffeln verfeinerter Kartoffelgratin. Die Speise wird zum Skandal.

Denn: die Kartoffel, das niederste aller Nahrungsmittel, essen nur Deutsche. Und Trüffel sind für Schweine gedacht. Manceron will sich dafür nicht entschuldigen und wird gefeuert. Ihm bleibt nichts anderes übrig, als in die ehemalige Poststation des verstorbenen Vaters zurückzukehren und Reisenden Bouillon mit Brot zu servieren. Sein ehemaliger Chef buhlt weiter um ihn, doch Manceron ist gekränkt und lehnt ab.

Dann erscheint die geheimnisvolle Louise. Eine Frau, deren gepflegte Hände bezeugen, dass sie noch nie in ihrem Leben eine Kartoffel geschält hat. Sie will von Manceron in die Kochkunst eingeführt werden. Der Koch lässt sich erweichen. Gemeinsam verwandeln sie die seelenlose Reisestation in das erste Restaurant für jedermann! Essen à la carte!

Darum geht's wirklich

Die französische Küche und ihre Wurzeln zu feiern!

Die spielen mit

Grégory Gadebois („Intrige“) glänzt in der Rolle des schweigsamen, in sich gekehrten Kochs, den Früchte, Fleisch und Körner in einen leidenschaftlichen Erfinder exquisiter Speisen verwandeln. Isabelle Carré („Der Husar auf dem Dach“, „Anonyme Romantiker“) spielt die geheimnisvolle Fremde.

Das sagt Kinokritikerin Andrea Burtz

Kulinarische Köstlichkeiten auf weißem Damast - „A la Carte“ ist ein visueller Augenschmaus! Auf märchenhafte Weise erzählt Regisseur Eric Besnard („Birnenkuchen mit Lavendel“) die Entstehung des ersten Restaurants in Frankreich als Liebesgeschichte. Dabei spielt die Liebe zum Essen und zur Zubereitung der Speisen mindestens eine genauso große Rolle wie die Zuneigung zwischen Mann und Frau.

Aber auch die funktioniert in der Geschichte. Der kauzige Küchenchef, der grob tut, aber seinen Teig so liebevoll in Form presst, dass jeder Zuschauer spürt: Dieser Mann ist höchst sensibel! Opulente Dekors und Speisen machen den Film zu einem echten Kinovergnügen! Ein Film, der an trüben Herbsttagen die Seele wärmt.

Die Bewertung auf einen Blick

Vier von fünf Sternen

Komödie, Frankreich, 2021

Länge: 113 min

Keine Altersbeschränkung

Kinostart: 25. November 2021

Stand: 25.11.2021, 00:00