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Warum werden Stiere wütend, wenn sie rot sehen?

Der französische Stierkämpfer Sebastian Castella bei einem Kampf (Archivbild vom 10.07.2019)

Warum werden Stiere wütend, wenn sie rot sehen?

Von Frank Krieger

Christian (9) möchte von der Maus wissen: Warum werden Stiere wütend, wenn sie rot sehen?

Die Maus sagt:

Ein Stierkämpfer wedelt mit einem roten Tuch, das Tier wird wütend und rennt los. Es gibt sogar Redewendungen - "Ich sehe rot“ oder "Das ist ein rotes Tuch für mich", wenn einen etwas ärgert.

Die Antwort lautet:

Stiere können gar kein Rot sehen. Rinder (aber auch Hunde) können rot nicht als rot wahrnehmen. Deswegen ist es dem Stier letztlich egal, ob der Torero mit einem roten oder sonst einem Tuch wedelt. Rinder sehen eher im blau-grünen Bereich gut. Der Stier reagiert vor allem auf die schnelle Bewegung. Zudem wird der Stier in der Arena beim Stierkampf bedrängt, bedroht und fürchtet um sein Leben. Unter diesen Umständen erscheint ihm jedes Objekt, das sich bewegt, als möglicher Gegner.

Auch Kühe reagieren auf schnelle Bewegung ängstlich und aggressiv. Daher: Keine hektischen Bewegungen machen, wenn man auf einen Stier oder eine Rinderherde trifft.

Rinder können aber viel besser als wir im Dunkeln sehen und Hell-Dunkel-Kontraste stärker wahrnehmen.

Übrigens war das Tuch beim Stierkampf - die "Muleta" - ursprünglich weiß. Weil der Stier aber am Ende stirbt, wird es durch das Blut rot. Deshalb wurde die Farbe des Tuchs angepasst.

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Stand: 26.06.2020, 00:00