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Woher kommt das Kribbeln im Bauch?

Ein kleiner Junge und ein kleines Mädchen gehen Hand in Hand spazieren.

Woher kommt das Kribbeln im Bauch?

Von Frank Krieger

Isabell, fünf Jahre alt, hat eine Frage an die Maus: Woher kommt das Kribbeln im Bauch, wenn man verliebt ist?

Woher kommt das Kribbeln im Bauch?

WDR 2 Frag doch mal die Maus 09.04.2021 01:46 Min. Verfügbar bis 09.04.2022 WDR 2


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Dieses Kribbeln wird auch "Schmetterlinge im Bauch" genannt. Aber da sind nicht wirklich Flattertiere im Bauch, es fühlt sich nur so an und das Ganze lässt sich auch medizinisch erklären.

So ein seltsames Gefühl im Bauch haben Menschen nicht nur, wenn sie verliebt sind - auch wenn sie aufgeregt sind, Angst haben oder sauer sind. In diesem Moment hat der Körper Stress. Das Herz schlägt schneller, manchmal werden auch die Hände feucht oder das Gesicht rot: Der Körper ist im Alarm-Modus und bildet Adrenalin und Kortisol – das sind Hormone. Und weil gerade Alarm ist, ist keine Zeit, mit der Verdauung anzufangen. Der Magen stellt sozusagen seine Arbeit ein. Deswegen kribbelt es.

Der Stressalarm sagt aber auch dem Dickdarm, er soll sich bei der Verdauung beeilen, deswegen rutscht alles schneller durch. Wenn man sauer ist, wird auch die Säureproduktion im Magen angekurbelt, auch wenn nichts zum Verdauen da ist. Davon kann einem übel werden.

Natürlich ist Verliebtsein viel schöner als Angst – Liebe ist positiver Stress. Das liegt daran, dass dann noch andere Hormone hinzu kommen: Glückshormone wie Dopamin und Serotonin. Dadurch fühlen wir uns glücklich. Und das Kribbeln im Bauch fühlt sich besser an, als wenn man auf dem 10- Meter-Brett steht und sich nicht traut runterzuspringen.

Die Antwort lautet also:

Wenn man verliebt ist, bildet der Körper größere Mengen an Adrenalin und Kortisol - eigentlich Stresshormone. Sie sorgen für Nervosität, Anspannung, einen schnelleren Herzschlag, höheren Blutdruck und das Kribbeln im Bauch. Biologisch gesehen sind das die gleichen Symptome wie die bei einer Panikattacke. Da aber zusätzlich die Hormone Oxytocin, Dopamin und Serotonin beim Verliebtsein am Start sind, erleben wir diesen Zustand als positiven Stress.

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Stand: 09.04.2021, 00:00