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Wie lenkt man Heißluftballons?

Heißluftballons

Wie lenkt man Heißluftballons?

Von Frank Krieger

Zwei Fragen an die Maus rund ums Thema Heißluftballons: Der fünfjährige Luis möchte wissen, wie man sie eigentlich lenkt. Und Karlotta (5) fragt, warum man sagt, dass der Ballon "fährt" - er fliegt doch.

Wie lenkt man einen Heißluftballon?

WDR 2 Frag doch mal die Maus 10.09.2020 01:41 Min. Verfügbar bis 10.09.2021 WDR 2

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Einen Heißluftballon kann man nicht lenken wie ein Auto, da ist kein Steuer drin. Der Wind bestimmt, wohin der Ballon geweht wird.

Je nachdem, in welcher Höhe man sich mit seinem Ballon befindet, weht der Wind anders - stärker, schwächer oder aus einer anderen Richtung. Wenn man also lenken will, dann geht das, indem man den Brenner anwirft. Dann wird die Luft in der Ballonhülle aufgeheizt und der Ballon steigt nach oben. So kann man auch einem Hindernis ausweichen. Und weil in einer anderen Höhe der Wind anders bläst, kann man auch in eine andere Richtung fahren.

Womit wir bei der zweiten Frage wären: Ballonfahrer sagen tatsächlich, dass sie "fahren". Dafür gibt es einen physikalischen und einen historischen Grund. Der physikalische besagt, dass alles, was schwerer als Luft ist, "fliegt" (Flugzeuge, Hubschrauber) und alles Leichtere "fährt" (Ballone, Luftschiffe). Und der historische Grund: In der Geschichte der Ballonfahrt sprachen die ersten Ballonpioniere davon, dass sie ins Luftmeer entschweben. So bot sich der Vergleich zur Schifffahrt an. Die Schiffe fahren durch das Wassermeer und die Ballons eben durch das Luftmeer.

Ballonfahren ist ein teures Hobby. Die Lizenz kostet - je nachdem ob man sie im Verein oder bei einem gewerblichen Anbieter absolviert - zwischen 1.000 und 8.000 Euro. Auch die Anschaffungskosten für die Ausrüstung sind enorm. Zwischen 50.000 und 80.000 Euro muss man für Ballon, Korb und Brenner bezahlen. Hinzu kommt ein geländegängiges Fahrzeug und ein Anhänger, in dem man den Ballon transportieren kann.

Die Antwort lautet also:

Lenken lässt sich ein Heißluftballon, indem man unterschiedliche Windströmungen auf verschiedenen Höhen nutzt. Und es heißt tatsächlich Ballon "fahren" und nicht "fliegen". Man hat schlicht das Volkabular aus der Seefahrt übernommen - Schiffe "fahren".

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Stand: 10.09.2020, 00:00