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100 Jahre Heinrich Böll

WDR 2 Sonntagsfragen - 07.05.2017

100 Jahre Heinrich Böll

Zum 100. Mal jährt sich 2017 der Geburtstag des Schriftstellers Heinrich Böll. Gemeinsam mit seinem Sohn richten die WDR 2 Sonntagsfragen den Blick auf Werk und Wirken eines der größten deutschen Nachkriegsschriftsteller.

Ob Heinrich Böll es wohl gerne gesehen hätte, wenn er zu seinem 100. Geburtstag mit Blumen, Geschenken, Reden und Würdigungen aller Art geehrt worden wäre? Ihn kann man das nicht mehr fragen, aber sein Sohn René weiß, wie dem Vater zumute war, wenn er im Mittelpunkt stand.

Nur sehr selten gibt der Künstler René Böll Radiointerviews. Umso erfreulicher, dass er für die Sonntagsfragen eine Ausnahme macht.

Gemeinsam mit Judith Petzold, Leiterin der Kommunikation bei der Kölner Stadtbibliothek, die das Heinrich-Böll-Archiv beherbergt, wird René Böll erzählen: über das schriftstellerische Werk und das politische Engagement seines Vaters. Über Familien-Urlaube in Irland, wo vor 60 Jahren das "Irische Tagebuch" entstand. Über die Heinrich Böll Stiftung und ihren Einsatz für Ökologie und Menschenrechte. Und über die vielfältigen Reaktionen, als Böll 1972 den Nobelpreis für Literatur bekam.

"Wir nehmen den 100. Geburtstag im Dezember zum Anlass, das ganze Jahr über mit einer Veranstaltungsreihe an Böll zu erinnern", erklärt Judith Petzold und verweist z.B. auf die Ausstellung "Heinrich Böll und die bildende Kunst" in der Stadtbibliothek.  

Im Sommer wird das "Junge Buch für die Stadt" mit dem Kinderbuch "Der kluge Fischer" (Originaltitel: Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral) Premiere feiern. Der Autor? Natürlich Heinrich Böll.