Live hören
Jetzt läuft: Think von Aretha Franklin

Diskussion mit Hörern und Verantwortlichen

Diskussion mit Hörern und Verantwortlichen

Zu wenige Waggons im Berufsverkehr, keine Toiletten in der S-Bahn: Der große WDR 2 Bahncheck hat in einigen Fälle katastrophale Noten für den Bahnverkehr offenbart. In der WDR 2 Bahncheck-Arena hat Moderator Michael Brocker die Verantwortlichen mit den Ergebnissen konfrontiert.

Welche Erfahrungen haben Sie mit den Regionalzügen bei uns im Westen gemacht? Was sollte dringend verbessert werden – wo sind die größten Schwachstellen? Das haben wir in den letzten Wochen im großen WDR 2 Bahncheck gefragt und viele Tausende WDR 2 Hörerinnen und Hörer haben sich beteiligt.

Manche Strecken – zum Beispiel zwischen Köln und Düsseldorf – sind im Berufsverkehr chronisch überlastet, viele Pendler fühlen sich wie die Sardinen in  der Büchse. Umfallen geht nicht, da ist schon der Nachbar vor. Warum hängt die Bahn nicht einfach morgens und abends ein paar Wagen extra dran? Warum bleiben mache Regionalzüge dann ewig stehen und müssen sich vom ICE überholen lassen? Warum  gibt es in den  S-Bahnen keine Toilette? Warum gibt es so wenig Informationen am Bahnsteig? Warum wartet mein Anschlusszug nicht, obwohl es doch nur um eine Minute geht?

Wo kann ich im Regionalexpress mein Gepäck unterbringen und wohin mit meinem Fahrrad? Warum gibt es so wenige Zugbegleiter, vor allem abends? Warum sind die Bahnen manchmal schmutzig? Und die Bahnhöfe häufig zugig und grauenvoll? Und was verdient eigentlich so ein Lokführer?

Was sollte dringend verbessert werden, damit wir alle mobil bleiben?

Viele Fragen – die unsere Sie mit uns und unseren Experten diskutiert haben: per Telefon, Mail, Facebook - und natürlich vor Ort im Sendesaal! Die gesamte Sendung gibt es hier auf dieser Seite als Video und wie immer im Podcast zum Nachhören.

Unsere Experten waren:

Dirk Pohlmann – Sprecher Deutsche Bahn AG Nordrhein-Westfalen

Dr. Norbert Reinkober – Geschäftsführer Nahverkehr Rheinland GmbH

Thomas Görtzen Geschäftsführer Keolis Deutschland / eurobahn

Kommentare zum Thema

24 Kommentare

  • Udo 07.04.2017, 15:09 Uhr

    Thema - Verspätungen und Sauberkeit Wer kenn nicht das lustige Zügestapelspiel im Dortmunder Bahnhof in Richtung Hamm. Es beginnt in der Regel mit einer Verspätung/ Überholung des RE1 in Essen, gefolgt von der zwingenden Verschiebung bei der RE11, des nachfolgenden ICE Richtung Berlin und der nachfolgenden RE 6 nach Minden. Im Ergebnis treffen dieser vier Linien dann in DO auf dem RE3 aus Oberhausen... und nun das Wunder - alle fünf Züge machen sich binnen weniger Minuten auf nach Hamm. Das kann nicht klappen, dass wird nicht klappen. Konsequenz in Hamm ICE verspätet, RE1 bis zu 40 min, RE6 bis zu 20 min und RE11 und RE3 ... Tja leider entfällt dann die Grobreinigung des RE1 in Hamm und alle Anschlüsse - echt toll - jeden Tag - einige sollten doch mal ein Praktikum bei der DHL machen - dass könnte helfen.

  • Christoph Pesch 07.04.2017, 12:32 Uhr

    Thema: Zuglänge Herr Reinkober ist selbst mit dem NVR dafür verantwortlich, das es beim National Express so wenig Platz gibt! Der NVR hat nämlich die Fahrzeuge gekauft und dann an den National Express weitervermietet. Diese Fahrzeuge Typ "Talent2" sind aber 1 Stöckig, was z.B. für den RE7 bedeutet, das bis 2015 Doppelstöckig gefahren wurde, ab 2015 nur 1 Stöckig. Platzreduktion (mal auf einen 8-Teiligen Zug bezogen, wie ihn National Express fährt): ca. 50%!!! Das vor dem Hintergrund, das die Nahverkehrsstrecke Köln Wuppertal heute schon in den Hauptverkehrszeiten überfüllt ist und in 30 Jahren ganz bestimmt noch eine Nachfragesteigerung erfährt. Hierbei ist ohne Belang, das es Triebzüge sein sollten: Die in und um Berlin fahrende EVU ODEG fährt auch bereits mit Doppelstock-Triebzügen! Ausserdem, hat man als National-Express Fahrgast, das auch zuwenig Fahrzeuge bestellt wurden, es fahren viel zu oft (vor allem auf der RB 48) nur Einfachtraktionen, also statt 8-Teilige Züge nur 5-t ...

  • Peter 07.04.2017, 11:22 Uhr

    Zum RE 19. Da hab ich glatt mehrere Dejavues. Die Schiebetüren vor dem erste klasse Abteil schepppern zum Teil schon nach 5 Monaten genau so schön, wie die in den umgebauten Silberlingen nach 40 Jahren. Die Raumgestaltung im 1. Klass Abteil erinnert mich an meine Schulzeit (ebenfalls vor 40 Jahren). Der Bodenbelag und die sitzbezüge im Baucontainer des bauleiters waren identisch, nur die Deckenbeleuchtung war noch unter der Decke und nicht drin. Sitz zu schmal 4 pro Reihe anstatt drei wie sonst in der 1.Klasse und die dafür ordentlich breit...

  • Anonym 07.04.2017, 06:53 Uhr

    Ich finde die drei schlimmsten S Bahn Linien sind, Die S1 von Dortmund Hbf nach Solingen Hbf. Ständig überfüllt und wenn die Bahn mal eine größere Verspätung hat dann fährt die nur bis Hilden. Fahrgäste die weiter bis nach Solingen fahren müssen dann auf die nächste Bahn warten. Der RE 1 von Hamm Westfalen Hbf nach Aachen Hbf. Dieser Regional Express kommt generell immer mindestens 5\10 Minuten später, für Leute die eventuell in Düsseldorf Hbf ihren Abschluss Zug kriegen müssen ist das ein Problem. Die S8 von Mönchengladbach Hbf nach Hagen Hbf. Dieser Zug ist morgens und abends sehr voll , weil man keinen Bahnwaggon noch zusätzlich ankoppelt. Ich weiss da kann man sagen, Hey nimmt doch einen Zug früher. Aber manchmal hilft selbst das nicht. Wenn der Zug den man früher nimmt sogar noch Verspätung hat.

  • Anonym 06.04.2017, 21:01 Uhr

    Warum soll sich das Zugpersonal (Lokführer und Zugbegleiter) noch Mühe geben und Verspätung aufzuholen wenn sie dafür 1. Nur noch wieder ausgebreitet werden z. B. Durch noch eine Überholung und bekommen dann noch Druck vom teamleiter das sie nicht Energieeffizient fahren (Stichwort Energiesparende Fahrweise)

  • MO 06.04.2017, 20:49 Uhr

    Also RE1, RE5, RE6 könnten problemlos verlängert werden. Derzeit fahren diese Züge mit 6 Dostos und i.d.R. der BR 146. Diese könnte problemlos auch 7 oder 8 Wagen ziehen und wird z.B. vom Metronom zwischen Bremen-Hamburg und Hannover-Hamburg auch genau so eingesetzt. Hier wird seitens DB Regio und NVR also nicht ganz die Wahrheit gesagt. Wobei die Verkehrsverbünde diese zusätzliche Leistung auch bezahlen müssten.

  • Jens Wörmann 06.04.2017, 20:45 Uhr

    Und noch eine Anmerkung - zum Thema Vorfahrt für verspätete Züge. Das Problem ist doch Haus gemacht. Bis vor einigen Jahren gab es zum Beispiel auf der Strecke Bielefeld - Hamm in den Bahnhöfen Oelde und Rheda Widenbrück Ausweichmöglichkeiten. Bei einem verspäteten ICE fuhr der Regionalzug hier auf das Ausweichgleis am Bahnsteig und wartet bis dieser durch ist. Der musste nicht in Bielefeld oder Gütersloh warten sondern konnte so weit fahren wie er kam bevor der ICE ihm in Nacken sahs - das geht heute nicht mehr - weil aus Kostengründen abgebaut. Und jetzt redet man davon dass man Infrastruktur ausbauen muss. Sorry - das ist Lächerlich.

  • Günter Wiese 06.04.2017, 20:39 Uhr

    Reden wir doch mal über die Kunden der Bahn, Ständig die Füße auf den Sitzen, Bierflaschen rollen durch den Zug In der Toiletten wird alles verschmiert Mit dem Schirm oder Unmengen Papier die Spültechnik beschädigt, Alle Radfahren können sich nicht trennen, müssen daher immer alle durch die gleiche Tür, mit Gepäcktaschen, die Handynutzer quasseln den lieben langen Tag unwichtige Sachen, vorne und hinten höre ich unterschiedlichste, Mucke, ich w ü n s c h e mir eine Handy frei Zone. .......das wäre es in Kürze

  • Christian B. 06.04.2017, 20:35 Uhr

    Wo finde ich die App des VRS, mit der ich Meldungen zu Sauberkeit usw. abgeben kann? Vielen Dank? Christian B. aus Essen

  • Jörg Gieseking 06.04.2017, 20:27 Uhr

    Wieso beschaffen die Bahnträger nicht z. B. sog. Kiss Züge, diese Fahrzeugtype fährt doch schon in Deutschland und der Schweiz und bietet mehr Plätze.

  • Jens Wörmann 06.04.2017, 20:27 Uhr

    Also ich muss noch mal was los werden - zu dem Herren von der DB AG gerade, den verspäteten Zügen in Aachen (die dann auch wieder verspätet abfahren) und den Verlängern eines Zuges in Stoßzeiten. Zum Thema Wendezeiten: Die sind zum Teil so Spitz auf Knopf geplant, dass der Zug rein kommt und gleich wieder im Endbahnhof zurück fährt. Hier wäre es vielleicht sinnvoll mal einen Zug mehr einzusetzen damit die Wendezeiten verlängert werden - dann kann sich auch der ankommende Zug verspäten - der andere steht ja schon seit der vorigen Runde da. Das ist eine Planungsgeschichte. Zum Zug verlängern: Das was der Herr der DB AG da von sich gegeben hat ist nur zum Teil richtig. Die meisten Züge heute zu tage feste Zugverbände als Wendezug. Die lassen sich schwer verlängern. Es ist nicht unmöglich - aber ein logistischer Aufwand. Lok absetzen - Wagen dran - Lok wieder davor. Das ist das eigentlich Problem. Oder man müsste auf den Wendewage verzichten und die Lok am Endbahnhof wieder umse ...