Die 5 Bandmitglieder  von Bubs sitzen auf einer Bank vor einem Fenster und schauen in die Kamera.

"Bubs." aus Köln wollen mehr Diversität in der Musikwelt

Stand: 10.11.2022, 14:11 Uhr

Das Kölner Frauen-Quintett engagiert sich für mehr Diversität nicht nur im Musikbusiness. Das Ziel ist eine "nicht-diskriminierende Gesellschaft".

Bubs. - Why do they care

WDR 2 Musik aus dem Westen 14.11.2022 03:37 Min. Verfügbar bis 14.11.2023 WDR Online Von Bubs


Ein Pop- und A-Capella Chor führte die fünf Frauen der Kölner Formation "Bubs." zusammen. Sie sehen sich nicht nur als Bandkolleginnen, sondern auch als Freundinnen mit gemeinsamen Visionen. Musikalisch und gesellschaftlich. Gleichberechtigung und Diversität gehören zu ihren Hauptanliegen.

Vier Stimmen plus ein E-/Kontrabass prägen den Sound ihrer ersten EP "Lables". Die Songs wurden für sie von Musikerinnen wie CassMae und Sophia Wahnschaffe geschrieben, die selber seit Jahren in der Szene unterwegs sind. "Lables" bezieht sich darauf, dass man Menschen immer in Schubladen einordnet.

Die beste Band im Westen

Sie haben am 21.11.2022 "Bubs." zur besten Band im Westen gewählt. Bei der einwöchigen Internetabstimmung hat das Frauenquartett die meisten Stimmen geholt.

Fünf Fragen an Bubs.

Warum macht ihr Musik?

Musik ist unser Sprachrohr. Unsere Vision ist, mit unserem Publikum gemeinsam für eine offene und nicht-diskriminierende Gesellschaft ein- und aufzustehen. Ziel unserer EP "Labels" ist es, Sichtbarkeit von FLINTA (Frauen, Lesben, Inter, Non-Binary, Trans und Agender) im Musikbusiness zu schaffen.

Welchen bekannten Song hättet ihr gerne geschrieben?

Auf jeden Fall "Churchyard" von Aurora! Mit diesem sensiblen und gleichzeitig kämpferischen Song haben wir uns mit "Bubs." zum ersten Mal gezeigt und ihn inhaltlich und musikalisch sofort ins Herz geschlossen.

Was war bisher euer wichtigster Auftritt?

Im Juni haben wir ein Konzert in Köln organisiert, in dem wir nach langer Coronapause und Auslandssemestern endlich ein ganzes Konzert geben und in den Austausch mit unserem Publikum kommen konnten. Da haben wir gemerkt, dass sowohl wir als auch unsere Anliegen große Unterstützung erfahren.

Was müsst ihr im Leben unbedingt noch machen?

Wir haben Bock, mal auf einem Festival zu spielen. Vielleicht auf dem DCKS Festival von Carolin Kebekus?

Was sollen alle in zehn Jahren über euch schreiben?

"Berührend, Beklemmend, Begeisternd: Mal wieder füllten Bubs. das Gloria Theater Köln bei ihrem ausverkauften Tourabschlusskonzert." Oder auch: "Wer mich inspiriert hat? Bubs.! Dank ihnen habe ich meine eigene FLINTA-Band gegründet, mit der wir jetzt auf Deutschlandtour gehen."