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Jetzt läuft: This is the life von Amy MacDonald
Robbie Williams auf der Bühne bei einem Konzert in München (26.08.2022)

Robbie Williams: König sucht Reich

Stand: 09.09.2022, 00:00 Uhr

Teil 5/6

Sehr konkret scheint dagegen Ihre Arbeit an einem Biopic namens "Better Man". Wie weit sind Sie da?

Er nimmt langsam konkrete Formen an. Und die Sache ist die: Ich bin jemand, der ständig eine negative, innere Stimme hört, die sagt: "Du verdienst das nicht. Du bist nicht gut genug. Es wird nicht funktionieren." Das ist es, was ich anfangs darüber gedacht habe. Eben: "Ich verdiene keinen Film über mich – und deshalb kann er nicht gut werden." Aber dann habe ich gesehen, wie ihn Michael Gracey, der Regisseur, angeht. Und ich habe eine animierte Version davon gesehen, was darin vorkommen soll – und wie. Jetzt muss ich sagen: Das Ganze könnte durchaus erfolgreich werden.

Weil er kein "Rocketman" und kein "Bohemian Rhapsody" ist, sondern eher eine Satire?

Stimmt. Und er hat allein deshalb nichts mit "Rocketman" und "Bohemian Rhapsody" zu tun, weil ich keine Angst habe, da Sachen einzubauen, die Elton und Queen sich nie zu zeigen getraut hätten.

So explizit?

Ich habe nichts zu verbergen…

Demnach mutieren Sie langsam zum Entrepreneur der Marke Bezos, Branson oder Musk?

Ich schätze, ich habe tatsächlich einen unternehmerischen Geist. Ich habe große Träume und Ziele. Und obwohl ich schon einiges erreicht habe, werden meine Ambitionen nicht kleiner. Soll heißen: Wenn ich nicht mehr der König der Musik sein kann, werde ich das eben auf einem anderen Gebiet.

Außerdem Sind Sie ein ordinierter Priester – Sie können sich immer noch auf Trauungen verlegen?

Ich könnte immer etwas Spirituelles machen. Momentan bevorzuge ich aber klassischen Materialismus. (lacht)

Was ist eigentlich aus dem Rechtsstreit mit Ihrem berühmten Londoner Nachbarn, mit Led Zeppelin-Gitarrist Jimmy Page, geworden? Haben sie ihre Differenzen über bauliche Maßnahmen, die sein Eigentum beschädigen könnten, beigelegt?

Ganz ehrlich? Ich war schon vier Jahre nicht mehr in dem Haus. Ich habe es wegen des ganzen Ärgers einfach vermietet und bin in Los Angeles geblieben. Insofern weiß ich nicht wirklich, was da passiert. Ich habe aber schon länger nichts mehr von ihm oder seinem Anwalt gehört. Insofern denke ich: Das sollte sich erledigt haben. Den Pool habe ich letztlich eh nicht gebaut – der in Los Angeles reicht mir.

Wissen Sie eigentlich, dass der Streit für Page den unschönen Nebeneffekt hatte, dass jetzt alle Led Zep-Fans wissen, wo er wohnt – und sein Grundstück regelrecht belagern?

Oh, wirklich? Wow! Da kann ich mich nur entschuldigen… oder auch nicht. (lacht)