Pink mit Hut

Pink - Irrelevant

Stand: 25.07.2022, 00:00 Uhr

"Sei still und sing!" - so wird Sängerin P!nk für ihre Meinungsäußerung kritisiert. Die Reaktion: P!nk ist nicht still, aber singt und veröffentlicht "Irrelevant". 

Von Katrin Elsner

2006 veröffentlichte P!nk mit "Dear Mr. President" ein politisches Statement in Richtung des damaligen US-Präsidenten George W. Bush. Der Song thematisierte die fehlende Hilfe für die Opfer des Hurrikans Katrina, dem Einsatz von US-Truppen im Irak und seiner Haltung bezüglich des Abtreibungsrechts in den USA.

16 Jahre später steht das Abtreibungsgesetz in den USA wieder im Fokus. Im Juni kippte der Supreme Court das bundesweite Recht auf Schwangerschaftsabbruch und überlässt künftig den einzelnen Bundesstaaten jegliche Regelungen.

Im ganzen Land gibt es Proteste gegen diese Entscheidung und auch viele Prominente melden sich zu Wort, weil sie den in ihren Augen politische Rückschritt nicht nachvollziehen können.

Auf Twitter schreibt P!nk: "Let’s be clear: if you believe the government belongs in a woman’s uterus, a gay persons business or marriage, or that racism is okay- THEN PLEASE IN THE NAME OF YOUR LORD NEVER FUCKING LISTEN TO MY MUSIC AGAIN. AND ALSO FUCK RIGHT OFF. We good?"

Für ihre emotionale Äußerung erntet P!nk neben Lob aber eben auch einiges an Hass-Kommentaren. Sie sei irrelevant, heißt es in vielen Netz-Reaktionen. 

In nur einer Nacht schreibt die US-Sängerin und Mutter zweier Kinder den Song "Irrelevant",  in dem sie ihre Fans auffordert, sich für ihre Rechte einzusetzen: "Girls just wanna have rights, so why do we have to fight?". 

Wissen to go:

Im Video zu "Irrelevant" zeigt P!nk Frauen und Männer, die für Gleichberechtigung und ihre Rechte auf die Straße gehen, Friedensbewegungen und Demonstrationen von Minderheiten. Aber auch Bilder von Politiker:innen, die sie ganz offen kritisiert.