Live hören
Jetzt läuft: Once in a lifetime von The Night Game

Alice Merton - No Roots

Sängerin Alice Merton auf der Bühne

Alice Merton - No Roots

Von Conni Wonigeit

Stempel aus Kanada, England und Deutschland sind im Pass von Alice Merton zu finden, über zehn mal ist die Sängerin bis jetzt schon umgezogen. Mit "No Roots" gelingt ihr ein sehr authentischer und autobiografischer Debüt-Song, der schnell im Kopf hängen bleibt und das Gefühl des Nicht-ankommen-könnens sehr gut beschreibt.

Neu auf WDR 2: Alice Merton - No Roots

WDR 2 Musik | 27.03.2017 | 00:27 Min.

Schon als Kind wird Alice durch den Job ihres Vaters gezwungen, immer wieder umzuziehen und neue Freundschaften zu knüpfen. Die einzige Konstante neben der Familie war von Anfang an die Liebe zur Musik. Erst in Deutschland beginnt sie so etwas wie Heimatgefühle zu entwickeln, als die Familie für ein paar Jahre in München wohnt. Dort beschließt sie dann, an der Mannheimer Popakademie Popmusikdesign zu studieren.

Während des Studiums verfeinert sie ihr Talent fürs Songschreiben. Das Ergebnis kann man jetzt auf ihrer Debüt-EP "No Roots" eindrucksvoll hören. Die erste Single "No Roots", welche die Kanadierin vor ein paar Wochen veröffentlicht hat, hat eine Menge Power und viel Liebe für starke Beats.

Nach der Veröffentlichung passierte das, womit Alice selbst am Wenigsten gerechnet hat. Der Song stieg direkt in die globalen, weltweiten viralen Charts von Spotify auf Platz eins ein. Das bedeutet, dass ihre Single in dem Moment von allen Nutzern auf der Welt am meisten gestreamt wurde. Bis jetzt wurde "No Roots" über drei Millionen Mal alleine dort gestreamt. Was für ein Erfolg ganz zu Beginn ihrer Karriere.

Mittlerweile sind sogar die Kollegen der BBC auf Alice aufmerksam geworden. In deren Londoner Studio durfte sie erst kürzlich ein kleines Liveset in der "Introducing"-Reihe spielen. Für die sympathische Sängerin, die mittlerweile von Mannheim nach Berlin gezogen ist, wird also 2017 ganz sicher das ganz große Jahr.

Wissen to go:

Wie Alice Merton in ihrem Song "No Roots" beschreibt, hat sie wirklich vor jedem Umzug mit der Familie kleine Dinge an bedeutungsvollen Orten in kleine Löcher gebuddelt und dort zurückgelassen.

Stand: 27.03.2017, 00:00

Weitere Themen