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Hozier - Wasteland, Baby!

Cover des Albums "Wasteland, Baby!" von Hozier

WDR 2 Musiktipp

Hozier - Wasteland, Baby!

Von Manuel Unger

Viereinhalb Jahre hat sich Hozier Zeit gelassen, um dem selbstbetitelten Debüt nun Album Nummer Zwei folgen zu lassen: Wasteland, Baby! Eine konsequente Fortführung seiner musikalischen Handschrift mit Songs, die bewegen.

"Take Me To Church" hat sein Leben auf den Kopf gestellt. Als Andrew Hozier-Byrne 2013 den Song veröffentlichte, hatte er gerade sein Musikstudium am renommierten Trinity College in Dublin geschmissen. Das Leben in der Stadt konnte er sich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr leisten und er musste zurück zu seinen Eltern ziehen.

Damals setzte er alles auf eine Karte: Musiker werden. Eigene Songs raus bringen und möglichst viel live spielen. Die Rechnung ging auf. Seine erste Single wurde ein weltweiter Erfolg und ließ ihn zum Superstar aufsteigen. Es folgten Fernsehshows, Auftritte bei den größten Festivals und Tourneen rund um den Globus.

Mehr als zwei Jahre war er unterwegs. Zeit für neue Songs blieb ihm kaum, der physische und psychische Overkill klopfte an. Jetzt, viereinhalb Jahre später ist es endlich da, das zweite Album von Hozier: Wasteland, Baby.

Weltuntergang und gute Laune

Der Titel lässt erahnen, dass die Apokalypse nicht weit ist, aber Schatz, lass uns das Beste daraus machen. "Einige Songs sind optimistisch, andere blicken pessimistisch auf unser Schicksal, mit Terror und dem Schmerz was wir verlieren könnten. Einige drehen sich um den Weltuntergang, aber immer mit einem ironischen Blick auf die Zeit in der wir leben", erklärt Hozier die Grundstimmung des Albums im WDR 2 Interview.

Wer das selbstbetitelte Debüt mochte, wird auch "Wasteland, Baby!" feiern. Erneut kombiniert der 28-jährige Musiker tanzbare Beats mit Soul, Blues und mehrstimmigem Chorgesang (wobei er bei den Aufnahmen den überwiegenden Teil der Stimmen selber singt).

Ein großer Schritt nach vorne

Um die Wartezeit zu verkürzen gab es vorab die Songs "Movement" und "Nina Cried Power" mit Mavis Staples, die bereits einen Einblick geben, wie intensiv die 14 neuen Stücke sind. Vor allem bei der Hommage an Nina Simone, John Lennon, James Brown, Curtis Mayfield und vor allem Mavis Staples von den Staple Singers, zeigt sich wie Hozier es schafft, die Botschaft dieser Künstler ins Jahr 2019 zu transportieren.

Andrew Hozier-Byrne ist einen großen Schritt nach vorne gekommen. Sein zweites Album ist fertig. Für jeden Musiker, dessen Debüt ein Überraschungserfolg war, ist dies eine große Hürde. Er hat sie mit Bravour gemeistert. Hoffentlich lässt er seine Fans nicht erneut so lange auf neue, gute Songs warten.

Hozier - Wasteland, Baby
1.Nina Cried Power
2.Almost (Sweet Music)
3.Movement
4.No Plan
5.Nobody
6.To Noise Making (Sing)
7.As It Was
8.Shrike
9.Talk
10.Be
11.Dinner & Diatribes
12.Would That I
13.Sunlight
14.Wasteland, Baby!

Stand: 01.03.2019, 00:00