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Bon Jovi in Düsseldorf: Immer noch ganz oben

Bon Jovi in Düsseldorf: Immer noch ganz oben

Seit 2018 sind sie Mitglieder der „Rock and Roll Hall of Fame“. In der ausverkauften Düsseldorfer Arena bewiesen Bon Jovi erneut, dass sie nach 36 Jahren Bandgeschichte immer noch in den Rock-Olymp gehören.

Bon Jovi in Düsseldorf

Um Punkt 20.30 Uhr startete der bestens gelaunte Bandchef „John Francis Bongiovi Jr.“ eine musikalische Zeitreise mit dem ersten Song des aktuellen Albums: „This House Is Not for Sale“.

Um Punkt 20.30 Uhr startete der bestens gelaunte Bandchef „John Francis Bongiovi Jr.“ eine musikalische Zeitreise mit dem ersten Song des aktuellen Albums: „This House Is Not for Sale“.

Die Stimmung war unter den rund 45.000 Fans so beständig wie Bon Jovi in den Charts – von Anfang an immer auf Topniveau. Hier beim zweiten Song fordert Sänger Jon auf: „Raise Your Hands“, ...

… und alle bis in die oberen Ränge machen mit, die Handys blieben in den Hosentaschen. Laut den Autokennzeichen waren die Besucher teils sogar aus den Nachbarländern zu diesem ersten von zwei Deutschlandkonzerten der US-Amerikaner angereist.

Als Einheizer hatten die britischen „Hardrock-Dinos“ von Def Leppard im Vorprogramm leichtes Spiel. Sänger Joe Elliot (59) sah in Düsseldorf auch einige Fans mit Shirts seiner Band im Publikum.

Die 80er lassen grüßen: Bandmitbegründer und Bassist Rick Savage und Sänger Joe Elliot leben das alte Hardrockimage auch äußerlich, erinnerten damit vor allem an die lockigen Mähnen von Bon Jovi in den ersten Bandjahren.

Wer den polarisierenden Look „verbrochen“ hatte, erfuhren die Fans vor der Show in einem „Bon Jovi Quiz“ auf den gigantischen Videoscreens im Bühnenhintergrund: Der aus Sizilien stammende Vater Jon Bon Jovis war Friseur.

Auf den Screens tauchten so einige Raritäten aus der 36-jährigen Bandgeschichte und davor auf. Hier war Jon‘s Dad wohl noch nicht maßgeblich am Hairstyling beteiligt.

Zwischendurch gab‘s Werbung in eigener Sache – wiederum ganz klar mit Dad‘s Beteiligung – für die eigene Pastasaucenmarke nach altem Familienrezept.

Der Chef und seine sechs Angestellten boten rund zweieinhalb Stunden eine perfekt inszenierte Show. Durch die haushohe Projektion des Bühnengeschehens war man auch auf den oberen Rängen immer nah dran.

Immer im Fokus: Der mit 57 immer noch jugendlich wirkende Jon Bon Jovi.

Auf der Setlist stand ein Mix aus den 13 Studioalben der Band, wobei sich darunter verhältnismäßig wenige Balladen fanden. „Bed Of Roses“ wurde umso mehr mit Schunkeln und inbrünstigem Mitsingen gefeiert.

Bei den Mega-Hits wie „It‘s My Life“, „Keep The Faith“, „Have A Nice Day“ oder „Bad Medicine“ holte Jon alles aus sich heraus.

Inzwischen fester Bestandteil von Bon Jovi: Phil Xenidis ersetzt seit 2016 offiziell Richie Sambora als Leadgitarrist. Mit seinen Soli und Riffs setzte er starke Akzente in Düsseldorf.

Hatte die 45.000 fest im Griff: Jon Bon Jovi. Im Hintergrund am Schlagzeug: „Urgestein“ Tico Torres, der von Beginn an seit 1983 dabei ist.

Als Zugabe gab es einen der größten Hits: „Livin‘ On A Prayer“. Und der hätte es damals (1986) beinahe gar nicht auf‘s Album „Slippery When Wet“ geschafft, wie das Publikum im Quiz erfuhr.

Stand: 04.07.2019, 11:00 Uhr