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Henning Wehland - der Tresenphilosoph

Henning Wehland - der Tresenphilosoph

Wenn man dem Titel seines ersten Soloalbums Glauben schenken darf, dann war Henning Wehland zuletzt häufiger "Der Letzte an der Bar". Welche Gedanken über das Leben und die Musik ihm dabei kamen, erzählte er bei seinem WDR 2 Studiobesuch.

Henning Wehland im WDR 2 Studio

Wehland kam Anfang der Siebziger in Bonn auf die Welt, wurde aber ab dem fünften Lebensjahr in Münster groß. Und das im wahrsten Sinne des Wortes, als er 1990 mit Schulfreunden vom Gymnasium Wolbeck die H-Blockx gründete. Mit ihrer wüsten Mischung aus HipHop und Alternative Rock machte sich die Band nicht nur innerhalb der florierenden Skaterszene einen Namen. "Ich war so dumm - und so klug gleichzeitig und so mutig - mit 18 Jahren zu entscheiden, dass ich Musiker werden will, ohne eine Ausbildung, ohne ein Studium oder irgendwas zu machen. Und bin froh, dass ich diesen Weg eingeschlagen habe, obwohl er eben so riskant war", verriet Henning Wehland Tobias Häusler gleich zu Beginn des Gesprächs.

Wehland kam Anfang der Siebziger in Bonn auf die Welt, wurde aber ab dem fünften Lebensjahr in Münster groß. Und das im wahrsten Sinne des Wortes, als er 1990 mit Schulfreunden vom Gymnasium Wolbeck die H-Blockx gründete. Mit ihrer wüsten Mischung aus HipHop und Alternative Rock machte sich die Band nicht nur innerhalb der florierenden Skaterszene einen Namen. "Ich war so dumm - und so klug gleichzeitig und so mutig - mit 18 Jahren zu entscheiden, dass ich Musiker werden will, ohne eine Ausbildung, ohne ein Studium oder irgendwas zu machen. Und bin froh, dass ich diesen Weg eingeschlagen habe, obwohl er eben so riskant war", verriet Henning Wehland Tobias Häusler gleich zu Beginn des Gesprächs.

Sänger Henning Wehland wollte sich aber nicht nur auf eine musikalische Gangart einlassen. Als ein Mitglied der Söhne Mannheims zeigte er schnell ein ganz anderes Gesicht - und ein Gespür für Soul. Beiden so unterschiedlichen Bands ist er bis heute treu geblieben.

Als Juror einer TV-Castingshow kam er in den letzten Jahren mehr in Kontakt zu ganz anderen Künstlern und deren musikalischen Welten, darunter Lena, Tim Bendzko oder Sarah Connor. Mit ihr Connor hat Wehland im vergangenen Jahr ein Duett gesungen. Hierzu sagte Wehland: "Ich habe so einen Crossover gern. Ich möchte gerne alle Dinge, die möglich sind, mein Leben zu bereichern, eben auch in mein Leben reinlassen. Und die Arbeit mit Sarah und vor allem auch die Begegnung mit Sarah gehören auf jeden Fall dazu."

Auf seinem Solodebüt demonstriert der 45-Jährige eindrucksvoll, dass er musikalisch für viele Richtungen offen ist - von Rap und Rock bis hin zu Blues, Folk und Balkanbeat.

"Der Letzte an der Bar" - den Titel seines neuen Albums hat Wehland sehr bewußt gewählt. "Ein Café oder eine Bar oder eine Kneipe ist eben ein Ort, an dem ich sehr stark inspiriert werde, und so das Gefühl habe, James Bond zu sein. Oder dass ich ein Cowboy bin, der sich ein Bier bestellen darf und dann einfach über das Leben nachdenkt und alles möglich sein lässt. Da habe ich eben die Möglichkeit, die Wahrheit zu verbiegen".

"Der Letzte an der Bar" gibt es auch auf Vinyl. Die großen Bilder, das Erlebnis, eine Schallplatte in der Hand zu halten, schätzt Wehland sehr und ist sich sicher: "Vinyl ist der neue Download."

Stand: 31.01.2017, 09:14 Uhr