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Kat Frankie: "Erwartungen anderer sind mir egal"

Kat Frankie vor WDR 2 Logo

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Kat Frankie: "Erwartungen anderer sind mir egal"

Von Oliver Rustemeyer

Ihr Lieblingsinstrument ist die Loopstation und daran entwickelt sich die australische Singer-Songwriterin Kat Frankie ständig weiter. Bei WDR 2 Pop! erzählte sie über ihre Songs und ihr Leben in Deutschland.

Kat Frankie bei WDR 2: "Die Erwartungen anderer sind mir egal"

WDR 2 | 19.03.2018 | 10:53 Min.

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"Ich wollte niemals das traurige Mädchen an der Gitarre sein", sagt Kat Frankie. Dafür schwirren ihr auch zu viele unterschiedlichste Gefühle, Gedanken und Ideen durch den kreativen Kopf. Wer das äußerst vielseitige und unvorhersehbare vierte Album "Bad Behaviour" der Australierin jetzt hört, ahnt sofort, dass sich die 39-Jährige auf keine einzelne Rolle reduzieren und lokalisieren lässt. Zur Gitarre kam Kat Frankie ja auch vergleichsweise spät. Zuvor hatte sie als Mädchen im Sydney der Achtzigerjahre ihre ersten Kompositionen auf eine Kassette aufgenommen und diese als gesungene Briefe an die Oma verschickt. Schnell perfektionierte sie ihre eigenwillige Technik: Aus einem Tape wurden zwei im Doppeldeck. Auf dem ersten rappte sie den Rhythmus, spielte den ab, sang dazu und nahm das Ganze auf dem zweiten wieder auf. Erst mit 17 kam die Gitarre dazu. Mit ihr spielte sie in Pubs.

Lieblingsinstrument Loopstation

Musikerin Kat Frankie mit WDR 2 Moderatorin Steffi Klaus

Kat Frankie mit WDR 2 Moderatorin Steffi Klaus

Als Kat Frankie dann nach dem Design-Studium in einem Interview mit den Chicks On Speed hörte, Berlin sei "der beste Ort zum Musikmachen auf der ganzen Welt", glaubte sie dem in München formierten Künstlerkollektiv, schmiss ihren Job als von einem Archiktekturbüro beauftragte Inneneinrichterin und zog Ende 2004 an die Spree. Dort landete sie schnell in der damals boomenden Antifolk-Szene, veröffentlichte auf ihrem Label ab 2007 eigene Alben, tauschte sich kreativ mit Olli Schulz, Get Well Soon und Clueso aus, nahm vor zwei Jahren als weibliche Hälfte des Duos Keoma am deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest teil und entwickelt sich an ihrem Lieblingsinstrument, der Loopstation, als unberechenbare Singer-Songwriterin ständig weiter. An dieser Maschine bläst sie ihre Stimme zum Chor und eine Gitarre zur Band auf.

"Man kann nie ankommen"

Bei ihrem Besuch im WDR 2 Studio schwärmte Kat Frankie von der Hilfsbereitschaft ihrer Kollegen. "In Deutschland helfen Musiker einander", sagte sie im Gespräch mit Moderatorin Steffi Klaus. Doch obwohl sie gerne in Berlin lebt, fühlt sie sich nicht wirklich angekommen. "Man kann nie ankommen", meinte die Musikerin. Was zählt, seien immer "die nächste Platte, die nächste Tour, die nächsten Ideen, der nächste Versuch".

Stand: 20.03.2018, 11:41