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James Bay zu Gast bei WDR 2

James Bay im WDR 2 Studio

WDR 2 Gäste

James Bay zu Gast bei WDR 2

Seine Geschichte beginnt mit gerade einmal fünf Gitarrensaiten. Und die sind auch noch verrostet. 15 Jahre lang hat die Klampfe im Schrank seiner Eltern Staub gefangen. Und plötzlich den elfjährigen James Bay. Der Rest ist Pop-Geschichte. Der mehrfach ausgezeichnete Singer-Songwriter war zu Gast im WDR 2 Studio.

In einem Gitarrenladen seiner Heimatstadt Hitchin (Grafstadt Hertfordshire, 33.000 Einwohner, eine Autostunde nördlich von London entfernt) lässt er das gute Stück so gut es geht reparieren. Darauf spielt er dann nach Gehör und Vorlage: Van Morrison zum Beispiel. Oder Derek & The Dominos "Layla". Was der Plattenschrank der Eltern eben so hergibt und Kinder seiner Generation (Geburtsjahr 1990) – nur noch vom Hörensagen oder aus der Oldie-Ecke kennen. Wenn überhaupt.

James Bay: "Die langen Haare passten nicht mehr zur Musik"

WDR 2 POP! | 23.02.2018 | 08:18 Min.

Mit Freunden und Brüdern gründet er erste Bands. Doch bereits mit 16 entschließt sich James Bay für die Solokarriere. Als 18-Jähriger vertreibt er sich in Brighton tagsüber mit Straßenmusik seine Zeit, abends tritt er bei Open-Mic-Veranstaltungen in den örtlichen Bars auf. Fünfmal in der Woche. Hier entdeckt ihn ein Musikmanagement, lockt James Bay ins unvermeidliche London und dort lässt sich sein Talent nicht mehr überhören. Ohne eine Veröffentlichung tritt er im Sommer 2013 beim legendären Hyde-Park-Open-Air als Anheizer für die Rolling Stones auf – und mit Kollegen wie Tom Odell oder Beth Orton tourt er schon durch Amerika.

Ein Live-Video (Pub-Auftritt, mitgeschnitten von einem Fan) weckt schließlich das Interesse der Talentscouts einer bedeutenden Plattenfirma. Die lässt James Bay in New York den ersten großen Vertrag unterschreiben und in Nashville das Debütalbum von Jacquire King (Kings Of Leon, Tom Waits) produzieren. "Chaos & The Calm" verkauft sich gleich über 3,5 Millionen mal, "Let It Go" und "Hold Back The River" werden zu Hits und James Bay verbucht auf Anhieb drei Grammy-Nominierungen und zwei Brit Awards. Von Gold und Platin weltweit ganz zu schweigen.

Wie der 27-Jährige das eigentlich noch toppen will? Mit vollkommen neuem Sound. Und der klingt längst nicht mehr so organisch-folky wie auf dem Debüt, sondern nach Keyboards, Loops, Synthesizern und programmierten Drums. Wie es zum Sinneswandel kam und wie es denn so ist, beim Videoclip-Dreh zur neuen Single "Wild Love" US-Schauspielerin Natalia Dyer ("Stranger Things") verliebt in die Augen schauen zu dürfen, erzählte James Bay beim WDR 2 Studiobesuch.

Stand: 24.02.2018, 15:30