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Abschiede 2016: Diese Persönlichkeiten sind gestorben

Abschiede 2016: Diese Persönlichkeiten sind gestorben

Das Jahr 2016 hat viele verstorbene Helden. Wir trauern um Carrie Fisher, George Michael, David Bowie, Prince, Roger Cicero, Hans-Dietrich Genscher und viele andere Persönlichkeiten.

Carrie Fisher

Prinzessin Leia in "Star Wars" war ihre Paraderolle. Am 27. Dezember erlag die Schauspielerin Carrie Fisher in Los Angeles den Folgen eines Herzinfarkts. Sie wurde 60 Jahre alt. Man kennt sie auch aus vielen anderen Filmen wie "Harry und Sally" oder "Hannah und ihre Schwestern".

Prinzessin Leia in "Star Wars" war ihre Paraderolle. Am 27. Dezember erlag die Schauspielerin Carrie Fisher in Los Angeles den Folgen eines Herzinfarkts. Sie wurde 60 Jahre alt. Man kennt sie auch aus vielen anderen Filmen wie "Harry und Sally" oder "Hannah und ihre Schwestern".

Mit "Last Christmas" setzte George Michael einen Hit, der seit fast drei Jahrzehnten regelmäßig zu den Feiertagen ertönt. Jetzt ist der Sänger zu Weihnachten überraschend zuhause an einem Herzinfarkt gestorben.

Er war ein Held des deutschen Kinderfernsehens: Peter Lustig moderierte die Sendung "Löwenzahn". Generationen von Kindern und Eltern verfolgten die Serie, die Umweltthemen für Kinder verständlich machte. Zweimal gewann er den Grimme-Preis. Im Jahre 2007 wurde er außerdem mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Vor seiner Moderatorenkarriere hatte Lustig eine Ausbildung zum Rundfunktechniker absolviert und Elektrotechnik studiert. Im Alter von 78 Jahren starb er am 23. Februar.

Roger Cicero starb am 24. März überraschend im Alter von nur 45 Jahren an einem Hirninfarkt, ebenso wie sein Vater, der rumänische Jazzpianist Eugen Cicero. 2006 wurde Cicero durch sein Soloalbum "Männersachen" bekannt. Sein Musikstil: eine Verbindung von Swing, Jazz und Pop. 2007 vertrat Roger Cicero Deutschland beim Eurovision Song Contest mit seinem Lied "Frauen regier’n die Welt".

Auch Prince starb in diesem Jahr: Am 21. April wurde der Sänger in seinem Studio in Minnesota tot aufgefunden. Eine Autopsie ergab, dass er an einer unbeabsichtigten Überdosis Schmerzmitteln gestorben war. Viele Fans des Stars trauerten auch Monate danach noch, trugen T-Shirts mit der Aufschrift "Ich vermisse Prince immer noch", tauschten Fotos aus und suchten Trost in den vielen Konzertvideos.

Was wären die "Harry Potter"-Verfilmungen ohne ihn gewesen? Alan Rickman war "Severus Snape", finster und unergründlich blickender Professor für Zaubertränke in Hogwarts. Der profilierte britische Schauspieler starb am 14. Januar im Alter von 69 Jahren. Rickmann wirkte nicht nur in Filmen wie "Stirb langsam", "Sinn und Sinnlichkeit" oder "Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders" mit, sondern war auch ein erfolgreicher Theaterschauspieler und -regisseur.

Der Bestsellerautor und frühere Fernsehmoderator Roger Willemsen starb am 7. Februar im Alter von 60 Jahren. Seine Fernsehkarriere hatte er beim Pay-TV-Sender "Premiere" begonnen, wo er mehr als 600 Mal das Interview-Magazin "0137" moderierte. Später wechselte er zum ZDF. Dort hatte er von 1994 bis 1998 seine eigene Talkshow "Willemsens Woche". Zu einem seiner letzten Buchprojekte gehörte "Das Hohe Haus: Ein Jahr im Parlament". Dafür beobachtete er ein Jahr lang von der Zuschauertribüne aus das Geschehen im Bundestag.

Sein Roman "Der Name der Rose" machte ihn weltberühmt. Am 19. Februar starb der italienische Schriftsteller, Philosoph und Wissenschaftler Umberto Eco mit 84 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung. Weitere bekannte Bücher von Eco sind "Das Foucaultsche Pendel", "Baudolino" und "Der Friedhof in Prag". Bis 2007 war er Professor für Semiotik an der Universität Bologna. In vielen Zeitungs- und Zeitschriftenartikeln kritisierte er heftig die Politik des früheren italienischen Regierungschefs Silvio Berlusconi.

Ein Kind der Bonner Republik: Guido Westerwelle wurde 1961 als Sohn eines Juristen-Paares in Bad Honnef geboren und wuchs mit drei Brüdern in Bonn auf. Schon als Schüler und Student mischte er sich gern in politische Debatten ein. Der junge Westerwelle startete eine Politlaufbahn gegen den Zeitgeist. Die Lust an der rhetorischen Provokation, an der oft flapsig-polemischen Rede gegen alles "Linke", war dem Rheinländer in seiner gesamten Politik-Laufbahn anzumerken. Am 18. März erlag er im Alter von 54 Jahren seiner schweren Krebserkrankung.

Der frühere Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher starb in der Nacht zum 1. April im Alter von 89 Jahren. Nicht so bekannt ist, dass der für seine gelben Pullunder bekannte FDP-Politiker von 1969 bis 1974 Innenminister war. 1982 vollzog Genscher mit seiner Partei die Wende von der sozialliberalen Koalition mit der SPD zu einem Regierungsbündnis mit der Union. Sein berühmtester Satz dürfte der Beginn seiner unvollendeten Ansprache an ausreisewillige DDR-Bürger im September 1989 auf dem Balkon der Prager Botschaft sein: "Wir sind zu Ihnen gekommen, um Ihnen mitzuteilen, dass heute Ihre Ausreise ... " - der Rest wurde vom Jubel der Menschen übertönt.

Seine Rolle als "Schimi", also Kommissar Horst Schimanski im Duisburger Tatort, bleibt unvergessen: Götz George starb am 19. Juni im Alter von 77 Jahren. Doch Schimanski ist nur eine der vielen großen Rollen, die der gebürtige Berliner verkörperte. Er zählte zu Deutschlands besten Schauspielern, spielte Charmeure, Bösewichte, die Ernsten und die Psychopathen. "Redlich mit Menschen umzugehen ist wichtig", sagte er 2013. "Ich will am Ende meines Lebens redlich dastehen und niemanden vor den Kopf gestoßen oder über den Tisch gezogen oder denunziert haben."

Er war "Mister Bundesrepublik": Walter Scheel. Der frühere Bundespräsident starb am 24. August im Alter von 97 Jahren. Lange Zeit galt Scheel als einer der beliebtesten Politiker der Bundesrepublik. Er war bekannt für seine Bürgernähe und sein rhetorisches Talent. Zudem erhielt er den Spitznamen "Singender Bundespräsident", da er 1973 das Volkslied "Hoch auf dem Gelben Wagen" auf Schallplatte aufnahm. Scheel amtierte von 1974 bis 1979 als Bundespräsident.

Stand: 28.12.2016, 08:17 Uhr