Ein Graffiti, welches eine Schwarze Frau bei einem Black-Lives-Matter-Protest abbildet.

20. November 2020

Ich spreche nur Europäisch

Hallo,

als Afrodeutsche prasseln immer wieder Fragen oder Kommentare auf mich ein und ich gerate in Situationen, die mir als Weiße Person erspart blieben. Ständig werde ich so von meinen Mitmenschen daran erinnert, dass ich Schwarz bin und dass das in der Gesellschaft nicht als die Norm wahrgenommen wird. Es ist ein Unterschied, der einen Unterschied macht.

2013 habe ich, als Teil meiner Schauspiel-Diplomarbeit an der Universität der Künste Berlin, einen Monolog geschrieben und inszeniert, der dem Publikum Zitate wiedergibt, die die Fülle der unterschiedlichen Bemerkungen zu meinem Schwarzsein verdeutlichen. Er zeigt auf, wie oft mir Rassismus in meinem privaten und beruflichen Umfeld begegnet. Wie oft ich gezwungen bin, mich dazu zu verhalten. Wie oft (und zwar meist von nicht direkt von Rassismus Betroffenen) erwartet wird, dass ich einen Umgang mit dem Thema finde, der (bei ihnen) bitte kein Unbehagen auslösen möge.

Dieser Theatermonolog hat leider in den letzten 7 Jahren nichts an Aktualität verloren, so dass wir jetzt ein Hörspiel daraus gemacht haben.

Ich wünsche ein bereicherndes Hörerlebnis, das zum Nachdenken anregt.
Herzliche Grüße,
Cynthia Micas
Schauspielerin und Autorin

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