Ferda Ataman soll Leiterin der Antidiskriminierungsstelle werden

Stand: 05.07.2022, 16:03 Uhr

Ferda Ataman soll Leiterin der Antidiskriminierungsstelle werden

Von rbb/WDR

Vier Jahre war die Leitung der Antidiskriminierungsstelle des Bundes vakant. Dass Ferda Ataman den Posten nun übernehmen soll, sorgt für hitzige Kontroversen. Die von der Ampel-Regierung vorgeschlagene Politologin und Publizistin ist für viele ein rotes Tuch. Am Donnerstag entscheidet der Bundestag über die Personalie. Die 1979 in Stuttgart geborene Ataman ist Journalistin, Autorin und Diversitäts-Expertin. Sie studierte Politikwissenschaften mit dem Schwerpunkt "Moderner vorderer Orient", mit einem Fokus auf die Themen Migration und Integration. 2009 gründete sie das Netzwerk Neue deutsche Medienmacher*innen mit, das sich für mehr Vielfalt in den Medien einsetzt. Von 2013 bis 2016 leitete die 43-Jährige mit türkischen Wurzeln den Mediendienst Integration, eine wissenschaftliche Plattform für Journalisten zu den Themen Migration, Integration und Asyl. Ataman will eine "Integrationspolitik für alle Menschen - unabhängig ihrer Herkunft", wie sie einmal in einem Interview sagte. Gebraucht werde "ein neues Verständnis von Zugehörigkeit, das nichts mit Vorfahren, Religion und Aussehen zu tun hat", sagte sie und fügte hinzu: "Eigentlich ganz einfach."