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Menschenrechtler werfen EU „Antimigrationspolitik“ vor

Menschenrechtler werfen EU „Antimigrationspolitik“ vor

Im Umgang mit Flüchtlingen verletzten auch viele europäische Länder immer häufiger die Menschenrechte. Das geht aus dem Europa-Bericht der Amnesty International hervor, den der Generalsekretär der deutschen Sektion, Markus N. Beeko, gemeinsam mit weiteren Expertinnen und Experten vorstellte. Wer sich gegen diese Praxis wehre oder sich an Rettungsaktionen beteilige, werde eingeschüchtert, schikaniert oder als Schleuser diskreditiert, kritisiert die Menschenrechtsorganisation. Beeko sagte am Mittwoch in Berlin bei einer Video-Konferenz, er fürchte im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie eine besondere Diskriminierung von Geflüchteten auch in Deutschland. Nach einzelnen Corona-Infektionen in Sammelunterkünften könnten Flüchtlingen generelle Ausgangssperren auferlegt werden, während sich das Leben für den Rest der Bevölkerung nach und nach normalisiere. Das wäre aus Sicht von Beeko inakzeptabel.

Stand: 16.04.2020, 14:01