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Verteilung von Flüchtlingen: Hoffnungsfroher Seehofer trifft auf harte Realität

Verteilung von Flüchtlingen: Hoffnungsfroher Seehofer trifft auf harte Realität

Von rbb/WDR

Verteilung von Flüchtlingen: Hoffnungsfroher Seehofer trifft auf harte Realität

Die von Bundesinnenminister Horst Seehofer vorangetriebene Übergangslösung zur Rettung von Bootsmigranten kommt kaum voran. Bei einem EU-Innenministertreffen am Dienstag in Luxemburg schloss sich kein Staat offiziell der Einigung von vor zwei Wochen an, wie der CSU-Politiker anschließend sagte. Einige Länder zeigten sich immerhin aufgeschlossen. Einen festen Verteilmechanismus für Migranten, die aus dem zentralen Mittelmeer gerettet werden, gibt es allerdings weiterhin nicht. Innenpolitisch war Seehofer vor allem für seine Ankündigung unter Druck geraten, Deutschland könne ein Viertel der Bootsmigranten aufnehmen. Dagegen wehrte er sich am Dienstag entschieden – und ging in den Angriffsmodus: Die Bundesrepublik habe in den vergangenen 14 Monaten nur 225 Bootsmigranten aufgenommen. „Dass wir wegen einer solchen Zahl eine solche Debatte führen, das ist eigentlich beschämend.“ Die Malta-Vereinbarung habe nicht dazu geführt, dass mehr Menschen nach Europa gekommen seien. Falls sich das ändere, werde er sofort aus dem Mechanismus aussteigen.

Stand: 09.10.2019, 16:23