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Syrische Regierung appelliert an kurdische Rebellengruppen

Syrische Regierung appelliert an kurdische Rebellengruppen

Von rbb/WDR

Syrische Regierung appelliert an kurdische Rebellengruppen

Vor ihrer geplanten Offensive hat die Türkei weitere Soldaten und gepanzerte Fahrzeuge an die südliche Landesgrenze verlegt. Zugleich bekundet die Regierung in Ankara, für den Einmarsch in den Nordosten Syriens bereit zu sein. Das Regime in Damaskus nahm erstmals Stellung zu den Ereignissen, indem der stellvertretende Außenminister Faisal al-Makdad den Nachbarn Türkei vor der Militäroperation warnte. Syrien werde sein Territorium verteidigen und keine Besetzung akzeptieren, zitierte die regierungsnahe Zeitung "Al-Watan" den Vize-Außenminister. Al-Makdad rief die Kurden zudem auf, zurück an die Seite der Regierung in Damaskus zu kehren und sich nicht "selbst in die Hölle zu stürzen", nachdem sich die US-Truppen zurückgezogen hätten. Die syrische Armee hatte sich im Zuge des Bürgerkrieges größtenteils aus dem Nordosten des Landes zurückgezogen. Kurdische Kräfte übernahmen vielerorts die Kontrolle und richteten schon 2014 eine Selbstverwaltung ein. Zwar werden diese Autonomiebestrebungen international nicht anerkannt, aber in vielen Orten hat die Regierung in Damaskus de facto keine Macht mehr.

Stand: 09.10.2019, 16:21