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Weiter Debatte um Verteilung von Flüchtlingen in der EU

Weiter Debatte um Verteilung von Flüchtlingen in der EU

In der Diskussion um die Aufnahme von Bootsmigranten gehen die Positionen weiter auseinander. Innerhalb der Union stehen sich dabei Befürworter und Kritiker der von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) angebotenen Aufnahmequote von einem Viertel aller Geretteten gegenüber. Am Dienstag treffen sich die EU-Innenminister, um über die Flüchtlingspolitik zu beraten. Unions-Fraktionsvize Thorsten Frei (CDU) sagte der Zeitung "Die Welt", Deutschland wäre "nicht gut beraten, langfristig einen Anteil X von einer unbekannten Größe aufzunehmen". Die Frage der Bleibeperspektive müsse am Rande Europas oder besser noch in Afrika
entschieden werden. Es sei jedoch "ungeheuer schwierig", nordafrikanische Staaten für sogenannte Ausschiffungsplattformen zu gewinnen. Frei warnte davor, dass sich die 1,5 Millionen von Deutschland seit 2015 aufgenommenen Asylbewerber "in Ankerpersonen verwandeln und weitere Antragsteller nachziehen". Der Plan, Neuankömmlinge von den EU-Außengrenzen dorthin zu bringen, wo Verwandte leben, sei mit seiner Fraktion nicht zu machen, so Frei. Aus seiner Sicht seien in Deutschland maximal 75.000 Asylbewerber pro Jahr "gesellschaftlich verkraftbar".

Stand: 07.10.2019, 17:06