Neue Gemeinden in Nordsyrien: Erdogan will Millionen Flüchtlinge umsiedeln

Neue Gemeinden in Nordsyrien: Erdogan will Millionen Flüchtlinge umsiedeln

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat seine Pläne für die Umsiedlung von Millionen Flüchtlingen aus der Türkei in eine sogenannte Sicherheitszone in Nordsyrien konkretisiert. Zwei Millionen Menschen sollten dort hinziehen, sagte er vor dem Parlament in Ankara. Eine Million werde in neu zu bauenden Gemeinden untergebracht werden. "Mit internationaler Hilfe" sollen 140 Dörfer gebaut werden. Die Standorte stünden schon fest. Für die Finanzierung werde ein internationales Geber-Treffen organisiert, sobald das Gebiet von "terroristischen Gruppen befreit" worden sei. "Wir haben nicht vor, Millionen Flüchtlinge für immer zu beherbergen", sagte Erdogan. Die Türkei hat seit Beginn des Bürgerkrieges im Nachbarland Syrien rund 3,6 Millionen Flüchtlinge aufgenommen. Mittlerweile kippt aber die anfangs von vielen gelebte Willkommenskultur. Erdogan hatte jüngst gedroht, den Flüchtlingen die Türen Richtung Europa zu öffnen, sollte von dort nicht mehr finanzielle Unterstützung kommen sowie Hilfe für die Einrichtung der Zone in Nordsyrien.

Stand: 02.10.2019, 15:45