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Erste Medaille für deutsches Team in Doha – trotz extremer Wetterbedingungen

Erste Medaille für deutsches Team in Doha – trotz extremer Wetterbedingungen

Bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Katar hat die deutsche Mannschaft die erste Medaille gewonnen. Gesa Felicitas Krause holte Bronze über 3.000 Meter Hindernis. Die 27-Jährige lief dabei mit 9 Minuten und 3 Sekunden einen deutschen Rekord. Weltmeisterin wurde Beatrice Chepkoech aus Kenia. Silber ging an die US-Amerikanerin Emma Coburn. Die Kehrseite der Medaille sind jedoch die Umstände unter denen die Sportler diese Leistungen erbringen. Die Bilder von taumelnden, kollabierten und in Rollstühlen abtransportierten Leichtathleten bei der Weltmeisterschaft in Doha gehen um die Welt. Die extreme Hitze und subtropische Luftfeuchtigkeit ist für die Sportler eine Qual. „Wegen der Schwüle war es schwer zu atmen, der Puls ging in astronomische Höhen[…]“, berichte Geher Carl Dohmann aus Baden-Baden, der in der Hauptstadt von Katar über die 50-Kilometer-Distanz gestartet war und Siebter wurde. Nach dem Wettkampf musste er lange medizinisch versorgt werden. Beim Frauen-Marathon hatte Rose Chelimo aus Bahrain „gebetet, dass ich das Rennen beenden kann“. Die Deutsche Mayada Al-Sayad quälte sich als Vorletzte ins Ziel und klagte: „Es war schrecklich. Mein Herz hat gerast, ich habe mich noch nie so schlecht gefühlt.“

Stand: 01.10.2019, 17:41