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Griechenland will Migranten schneller abschieben

Griechenland will Migranten schneller abschieben

Die konservative Regierung von Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis will bis Ende kommenden Jahres rund 10.000 Geflüchtete in die Türkei zurückschicken. Zudem sollen geschlossene Lager für illegale oder abgelehnte Migranten errichtet werden, heißt es nach einer Krisensitzung des griechischen Kabinetts. Auch die Grenzpatrouillen in der Ägäis sollen verstärkt werden. Die Beschlüsse bedeuteten eine Abkehr von der Migrationspolitik der linken Vorgängerregierung, unterstrich die Ministerrunde. Unter der Syriza-Regierung von Ex-Ministerpräsident Alexis Tsipras seien in viereinhalb Jahren nur 1806 Geflüchtete in die Türkei zurückgebracht worden. Berlin schlägt sich klar auf die Seite der neuen Regierung in Athen. Angesichts der katastrophalen Zustände in Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln pocht die Bundesregierung auf mehr und schnellere Rückführungen von dort in die Türkei. Die Türkei erhält finanzielle Hilfe von der EU für die Versorgung der Menschen. "Diese Unterstützung wird geleistet", sagte Stefan Seibert, Sprecher der Bundesregierung. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan bemängelt, die europäischen Hilfszusagen würden nicht vollständig eingehalten.

Stand: 01.10.2019, 17:38