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Wasteland Rebels Jessica Liedke und Shia Su, Podcastcover

Wasteland Rebels - Der COSMO Nachhaltigkeits-Podcast

Klein, kleiner, Tiny House — reichen 28 Quadratmeter zu viert?

Stand: 05.11.2022, 10:25 Uhr

Wie wohnt ihr so? Im kleinen WG-Zimmer, der schicken Altbauwohnung oder träumt ihr vom freistehenden Einfamilienhaus im Grünen? Alleine schon an den massiv gestiegenen Energiekosten merken wir, dass unser Traum vom Wohnen nicht automatisch vereinbar ist mit dem Anspruch nachhaltiger zu leben. Eine Alternative könnte das Leben im Tiny House sein.

Rund ein Drittel der Menschen in Deutschland können sich ein Leben im Tiny House vorstellen! Wer hätte das gedacht? Den großen Schritt ins kleine Haus wagen allerdings nicht so viele. YouTuber Max Green ist einer, der Freiheit und Abenteuer liebt. Vier Jahre lang wohnte er mit seiner Partnerin Noreen und zwei Töchtern in einem 28 Quadratmeter großem Tiny House. Ob das funktioniert, wie der Alltag zu viert zusammen auf kleinem Raum aussieht und auch, warum sie ausziehen – das erzählt Max uns in dieser Folge.

Klein, kleiner, Tiny House - reichen 28 Quadratmeter zu viert?

COSMO Wasteland Rebels – besser nachhaltig 05.11.2022 45:40 Min. Verfügbar bis 05.11.2023 COSMO Von Jessica Liedtke ;Shia Su


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Außerdem besprechen wir mit Max:

  • Wie nachhaltig sind Tiny Houses?
  • Wie viel Energie und Wasser spart das ein?
  • Was kostet so ein Tiny House?
  • Ist wohnen auf kleinem Raum gut für die Beziehung?
  • Wie ist es, mit Kindern in einem Tiny House zu leben?
  • Was sind so die Vor- und Nachteile des Lebens im Tiny House?
  • Wie verwirklicht man ein Tiny House? Wie sieht es mit Stellflächen und der Gesetzgebung aus?

Würden wir alle in Tiny Houses leben, wäre das nicht nachhaltig, weil der Flächenverbrauch dafür einfach zu groß wäre. Trotzdem haben diese Mini-Häuschen echtes Nachhaltigkeitspotential! Mit ihnen könnte man Städte nachverdichten, indem man sie auf sonst unbebaubaren Flächen aufstellt oder sie auf Dächer setzt – statisch wäre das nämlich kein Problem. Der große Vorteil der kleinen Häuser auf Rädern ist außerdem, dass sie keine Fläche versiegeln, weil Regenwasser unter dem Haus trotzdem in den Boden versickern kann. In Zeiten des Klimawandels mit Starkregen-Ereignissen ist das wichtiger denn je!

 Dazu kommt, dass weniger Wohnfläche ganz direkt weniger Energie und auch weniger sonstige Ressourcen verbraucht. Weniger Fläche heißt schließlich weniger heizen und beleuchten. Und wer klein wohnt, überlegt sich vor einem Kauf auch ganz, ganz, ganz genau, ob ein Produkt den Platz wert ist, den es belegt…

Max‘ Tipps für Tiny-House-Interessierte

  • Vorher mal ein bis zwei Wochen Probewohnen, bevor man sich verkleinert. Wichtig: Nicht nur als Urlaub, sondern in der Zeit wirklich bestmöglichst dem eigenen Alltag nachgehen.
  • Das Mindset ändern: Sich bewusst werden, dass weniger Wohnfläche nicht automatisch weniger Lebensqualität bedeuten muss.

 Stellplatz finden:

  • Beim Wohnort muss man leider flexibel sein, weil es nicht einfach ist, einen Stellplatz zu finden.
  • Max hat den Stellplatz über ein Kleinanzeigen-Portal im Netz gefunden. Aber es lohnt sich auch, Immobilienportale zu durchforsten und ggf. eine:n Makler:in einzuschalten.
  • Es führt leider kein Weg daran vorbei, von Behörde zu Behörde zu telefonieren, denn die Möglichkeiten unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland, Kommune zu Kommune. Es wird Unverständnis geben, aber auch Zuständige, die einen zu einem Gespräch einladen.
  • Erst Stellplatz finden, dann erst das Tiny House bauen (lassen), weil es auch sein kann, dass man wirklich gar keinen Stellplatz findet und dann das Tiny House, das man hat, nicht nutzen kann.

Mit Kindern:

  • Nicht nur die eigenen vier Wände als Lebensraum ansehen. Max und Noreen gehen viel mit den Kindern raus. Bei schlechtem Wetter wird gemeinsam drinnen gebastet und gespielt.
  • Ein zweites Tiny House könnte auch eine Lösung sein, damit die Kids einen eigenen Bereich bekommen.

Mehr Infos und Quellen

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