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Philophon präsentiert eine Compilation afrikanischer Musik

Cover: Various Artists - Bitteschön, Philophon!  Vol. 1 - Foto einer Statue, darüber ein bunter Kreisel, im Hintergrund ein Mischpult

Sound Supreme - V-A.- "Bitteschön, Philophon! Vol. 1"

Philophon präsentiert eine Compilation afrikanischer Musik

Von Georg Milz

Max Weissenfeldt spürt mit seinem Label Philophon in Afrika neue Talente auf. Er hat mit  Legenden des Kontinents zusammengearbeitet. Diese stellt er nun vor - auf der ersten Werkschau seines Labels Philophon. Mit dabei der äthiopische Jazz-Meister Alemayehu Eshete und Kologo-Star Guy One aus Ghana.

Im Berliner Studio enstehen aus den rohen Aufnahmen, die Max Weissenfeldt von seinen Reisen aus Afrika mitgebracht hat, neue Songs. Die eigene Hausband, Polyversal Souls, liefert dabei den typischen Sound von Philophon, der tief in den lokalen Musikstilen Afrikas verwurzelt ist und auch mehrstimmige Bläsersätze aus dem Jazz integriert. Max Weissenfeldt am Schlagzeug liefert den Groove. Anschließend wird alles warm und analog abgemischt.

Ghana im Fokus

Im Fokus der Fusionen von Philophon steht die die Musikkultur Ghanas. Max Weissenfeldt reiste zuerst durch das Land, um die Rhythmen der großen Trommelorchester zu studieren, entdeckte dabei den Kologo-Meister Guy One und arbeitete mit dem Fra-Fra-Gospel-König Alogte Oho zusammen. Sein Song "Mam Yinne Wa" ist trotz vertrackter Melodie eingängig. Im kommenden Jahr soll auf Philophon ein ganzes Album mit ihm und dem Frauenchor "Sounds of Joy" erscheinen.

Liebe zum Highlife

Ein weiterer Künstler auf Philophon ist der Sänger Lee Dodou, der in Studionähe in Berlin-Kreuzberg wohnt. In den 80ern wurde er zur Stimme des Burger-Highlife - ghanaische Popmusik, die in den 90ern von Ghanaern im Exil von Deutschland aus geprägt wurde. Mit den Polyversal Souls hat Lee Dodou den Highlife-Stil der Concert-Party heraufbeschwört. Das wieder ist ein Genre aus einer Zeit, bevor es eine Unterhaltungsindustrie in Ghana gab und Musiker- und Theatergruppen mit Unterhaltungsprogramm durchs Land zogen.

Vereinende Soundvision

"Philophon" bedeutet übersetzt "Aus Liebe zum Ton". Max Weissenfeldt begreift seine Mission darin, Europas kompositorisches Erbe mit der Musik aus Afrika zu verschmelzen und so einen gemeinsamen Weg in die Zukunft zu deuten. Die Zusammenstellung "Bitteschön, Philophon!" bietet einen Einblick in das welt-umspannendes Schaffen des Berliner Labels, das aktuell zu einer der innovativsten Plattenfirmen für Musik aus Afrika, geworden ist.

Stand: 02.12.2018, 00:01