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Wahwah meets Saz

Altin Gün: "On"

Sound Supreme - Altin Gün: "On"

Wahwah meets Saz

Von Darius Thies

Die Amsterdamer Band Altin Gün Psychedelic Rock der 70er lässt Funkrhythmen auf Saz-Melodien clashen – traditionelle türkische Musik im Psychedelic-Fieber.

Sound Supreme - Altin Gün: "On"

COSMO Sound Supreme | 14.05.2018 | 02:28 Min.

Altin Gün sind auf einer Mission. Drei Holländer und zwei Türken aus Amsterdam haben sich vorgenommen, aus alten Zutaten einen neuen Sound zu schaffen. Bassist Jasper Velhust hat die außergewöhnlichste Kombi zusammengetrommelt. Zusammen vermischen sie die traditionellen Klänge aus der Türkei mit Psychedelic Rock der Gegenwart.

Zurück in die 70er

Bei einem Trip nach Istanbul begann Jasper sich für türkische Volksmusik zu begeistern. Zusammen mit Multi-Instrumentalist und psychedelic Künster Jacco Gardner hat er sämtliche Plattenläden durchforstet. Dabei war er immer auf der Suche nach Inspirationen auf Vinyl. Die Musik von Selda Bağcan hat so Altin Gün stark beeinflusst. Ausschlaggebend war deren Debüt, das auf dem Londoner Label Finders Keepers wiederveröffentlicht wurde. In den 70ern war das ein Kulthit in der Türkei. Altin Gün zollen auf ihrem Debütalbum „On“ einflussreichen türkischen Künstler und Aktivisten der 70er Jahre Tribut. Sie greifen Texte von Selda Bağcan, Neşet Ertaş und Erkin Koray auf und interpretieren sie musikalisch neu. So lassen sie die künstlerische Freiheit der Türkei aus jener Ära wieder aufleben.

Saz, Wahwah & Funk

Altin Güns Songs entstehen durch Improvisationen und gemeinsamen Jam-Sessions. Eine Melodie oder ein ganzer Song kann ausschlaggebend für eine Neuinterpretation sein. Die türkischen Mitglieder der Band bewerten das Ursprungsmaterial. Wenn es gefällt, dann wird es neu aufgelegt. Der Sound von Altin Gün ist geprägt vom Wechselspiel aus Wahwah-Gitarren und der Saz, dem traditionell türkischen Lauteninstrument. Trockene Funk-Rhythmen treiben die Songs an und der Gesang klingt wie von einer alten Band-Maschine abgenommen. Altin Gün gelingt damit ein perfektes Update des psychedelischen Sounds der Türkei für die Gegenwart.

Tanz in den Mai // Mülheim an der Ruhr // 30.04.18

Mit dem diesjährigen Line-Up ließ sich der Winterblues locker abschütteln. Die sechsköpfige Band Altin Gün aus Amsterdam und die Kanadierrin Mélissa Laveaux spielten sich in die Herzen des tanzfreudigen Publikums.

Tanz in den Mai: Altın Gün - "Goca Dünya"

Fulminanter Start beim Tanz in den Mai im Mülheimer Ringlokschuppen.

Fulminanter Start beim Tanz in den Mai im Mülheimer Ringlokschuppen.

Deutschland Premiere für die sechsköpfige Band Altin Gün aus Amsterdam.

Altin Gün heißt "goldener Tag". Der Bandname ist zufällig via Google Translator entstanden.

Altın Gün widmen sich u.a. dem türkische Psych Rock der 70er.

Sechs Vollblutmusiker und -nostalgiker zusammen, die klingen wie einst Erkin Koray oder Barıs Manço.

Dabei setzen die Sechs voll auf Retro - musikalisch wie optisch.

Ihre explosive Mischung aus psychedelischen Baglamaklängen und ...

... verspielten Retro-Synthesizer hat die Zuschauer zum Kochen gebracht.

Bassist Jasper Verhulst erzählt wie sie auf ihre Songideen kommen:

"Ich habe viele türkische Platten. Manchmal höre ich eine Melodie und denke, ja, das kann für uns gut klingen. In einer neuer Version."

"Und dann spiele ich das für die türkischen Bandmitglieder vor.

Manchmal funktioniert es, manchmal nicht".

Mit ihrer Neuinterpretation von "Goca Dünya", einem legendären Track von Erkin Koray, ...

... haben Altın Gün in den letzten Monaten schon die Cosmo-Playlist dominiert.

COSMO-Musikchef Francis Gay kündigt den nächsten Akt an.

Mélissa Laveaux aus Kanada.

Ihre Musik zwischen folkiger Akustik und rotzigem Rock erzählt von Großstadtgeschichten...

... und Alltagsdramen, aber auch von der Voodoo-Kultur.

Ihre Wurzeln liegen in Haiti, was auch in den Lyrics von Mélissa durchklingt.

Musikalisch schafft die Wahlpariserin dabei eine ganz neue Form des Global Pop:

Haitianische und Kreol-Rhythmen treffen auf Indie-Gitarren, Blues, Folk, Calypso und Pop.     

Stand: 14.05.2018, 00:00