SPD-Spitzenkandidat Thomas Kutschaty zu Gast bei WDR 2

Playlist zur #LTWNRW22

Die Politische Playlist von... Thomas Kutschaty (SPD)

Stand: 09.05.2022, 06:00 Uhr

Für die NRW-Landtagswahl haben wir Politiker:innen der Landtagsparteien gefragt, welche drei Songs sie und ihre Politik am besten zum Ausdruck bringen. Den Anfang macht Thomas Kutschaty (SPD), er widmet Kindern und rebellischen Queers seine Politische Playlist.

Von Noelle O'Brien-Coker

Für die NRW-Landtagswahl haben wir Politiker:innen der Landtagsparteien gefragt, welche drei Songs sie und ihre Politik am besten zum Ausdruck bringen. Denn im Wahlkampf soll Musik positive Gefühle wecken und die Botschaften der Kandidierenden transportieren. Doch wie gut kennen sie sich in der Popkultur aus? Und wie vermitteln sie damit ihre politischen Ziele? Diesen Fragen gehen wir zusammen mit unseren Kolleg:innen der WDR Landespolitik auf den Grund: Im ausführlichen Gespräch mit den Kandidierenden im RheinBlick Podcast und im COSMO Playlist Check.

  • Herbert Grönemeyer – "Kinder an die Macht"
  • Queen – "Don’t Stop Me Now"
  • Ray Parker Jr. – "Ghostbusters"

Die Politische Playlist: Thomas Kutschaty (SPD)

WDR RheinBlick 09.05.2022 20:30 Min. Verfügbar bis 09.05.2023 WDR Online


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Herbert Grönemeyer – "Kinder an die Macht"

"Kinder haben ein ganz feines Gerechtigkeitsempfinden und erkennen sehr schnell, wenn irgendetwas schiefläuft", sagt SPD-Chef Kutschaty, „Kinder mussten sehr viel zurückstecken -  gerade in der Corona-Pandemie." Zu Kutschatys erklärten Zielen gehören deshalb ein Kinder- und Jugendcheck für alle neuen Gesetze und Wählen ab 16. Ob er die Fridays-for-Future-Generation mit einem quasi vergessenen 80er-Jahre-Song aber wirklich für sich gewinnt, ist fraglich.

Queen – "Don’t Stop Me Now"  

Freddie Mercury, der Sänger von Kutschatys Lieblingsband, ist eine queere Ikone und ein großes Vorbild für den Spitzenkandidaten der SPD in Nordrhein-Westfalen. "Er ist mit Perücke, Schnurrbart und Staubwedel auf der Bühne gewesen und hat einfach mal alte Konventionen sein gelassen. Und es beeindruckt mich, wenn Leute den Mut haben, gegen den Strom zu schwimmen". Queere Selbstorganisationen in NRW haben übrigens von Schwarz-Gelb stark profitiert, die Regierung hat die Fördersumme im Vergleich zur rot-grünen Regierung verdoppelt. "Gut gemacht", lobt Kutschaty, "solche Projekte muss man fördern, bestenfalls dauerhaft". Mal sehen, wie mutig Kutschaty hier wirklich voranschreitet, sollte er in die Regierung kommen.

Ray Parker Jr. – "Ghostbusters"

Offenbar hat Thomas Kutschaty Mitte der 80er nicht nur aufgehört, Musik zu hören, sondern auch, ins Kino zu gehen. Sein letzter Song ist nämlich der Titel seines Lieblingsfilms "Ghostbusters" von Ray Parker Jr. Funky, aber auch nicht gerade up to date. "Ich merke das jetzt auch, aber ich bin gar nicht so konservativ!", so Kutschaty. Aber vielleicht ein bisschen nostalgisch – und nicht ganz auf der Höhe in Sachen aktuelle Popkultur und Geschlechtergerechtigkeit. Oder gab es in den 80ern gar keine Musik von Frauen?