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Kutiman: "Wachaga"

Kutiman: "Wachaga"

Kutiman: "Wachaga"

Kutiman: "Wachaga"

Von Daniel Hauschild

Ophir Kutiel lebt zwar ziemlich abgeschieden in einem Kibbuz in der israelischen Negev Wüste, kollaboriert aber von dort aus als Kutiman mit unzähligen Künstlerinnen und Künstlern auf der ganzen Welt.

In seinem Projekt "Thru You" bastelte Kutiman aus diversen YouTube Clips von Hobbymusikerinnen und -musikern eigene Tracks und Musikvideos. Diese YouTube-Collagen sind selbst YouTube-Hits geworden und Kutiman‘s Mashup-Technik wurde sogar vom Time Magazine als eine der wichtigsten Innovationen des Jahres 2009 ausgezeichnet.

Sein nun mehr viertes Album "Wachaga" ist ebenso eine Collage, wenn auch mit klarem Fokus auf den gleichnamigen Wachaga-Stamm aus Tansania. Kutiman benutzt auf dem Album Gesangsaufnahmen von drei traditionellen Chören aus Arusha, einer Region im Nordosten Tansanias am Fuße des Kilimandscharo. Kutiman spielt dazu noch Trompete, Saxophon, Klavier und Synthies. Das Ergebnis klingt nach einer ziemlich jazzigen, psychedelischen Jam-Session. So schön das Album auch klingt, enthält es doch auch einen bitteren Beigeschmack, wenn man die Augen aufmacht.

Die Chorgruppen (Ee –Yeiyo Boma, Machame NKweshoo Women Group, Maasai Tribe Choir) prägen den Sound dieses Albums, ihre Stammesmitglieder sind auf dem Albumcover zu sehen, aber beworben wird es dennoch als Kutiman-Projekt und somit als Album eines weißen Mannes.

Stand: 20.07.2020, 16:47