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"Nosso" – Musikgewordene Gemeinschaft

Octavian - Nosso

Review: BRANKO "Nosso"

"Nosso" – Musikgewordene Gemeinschaft

Von Daniel Fernando Wahl

Branko veröffentlicht vier Jahre nach seinem Solo-Debut sein zweites Album "Nosso". 11 Songs zwischen Kizomba, Afro-House und Global Pop und zahlreiche internationale Gastauftritte entführen uns in den angesagten Melting-Pot von Lissabon.

Auf „Nosso“ entwirft Branko viele melancholische Songs mit Zeitgeist und Pop-Appea. Der luso-afrikanischen Rhythmus-Welt bleibt er dabei treu. Dazu hat er jede Menge Gäste eingeladen, die seinen Lissabon-Grooves auf dem Album mehrsprachige Stimmen verleihen: Auf „Here From You“ entwirft Branko viele melancholische Songs mit Zeitgeist und Pop-Appea. Der luso-afrikanischen Rhythmus-Welt bleibt er dabei treu. Dazu hat er jede Menge Gäste eingeladen, die seinen Lissabon-Grooves auf dem Album mehrsprachige Stimmen verleihen: „Here From You“ - eine Gemeinschafts-Produktion mit Hip-Hop Produzent Sango – featured die noch unbekannte Sängerin Cosima aus London. Catalina Garcia von der Band Monsieur Periné entführt mit ihrem Gesang auf dem Song „Agua Con Sal“ an die Strände Kolumbiens. Und der kongolesisch-kanadische Sänger Pierre Kwenders liefert auf dem leichtfüßigen Sommer-Kizomba „Amour d'Éte“' frankophone Vibes.

Gemeinsam mit dem peruanischen Duo Dengue Dengue Dengue hat Branko „Lucuma“' produziert: Ein treibender und hypnotisierender Track voller Cajon-Perkussion, der dem Album eine willkommene Balance gibt. Der Titel „Nosso“ - „Unseres“' - steht am Ende für das Ergebnis der gemeinsamen Treffen mit den anderen Künstlern und für den einzigartigen Sound des Albums, der in Lissabon gereift ist. 

Die Musik DNA von Lissabon

Die Musik-Kultur von Lissabon hat sich in den letzten Jahren zu einem Geflecht aus traditionellen Einflüssen und globalen Trends entwickelt. Das liegt vor allem an den Communities aus den ehemaligen Kolonien wie Angola, den Kap-Verden, São Tome & Principe. Der kreolische Einfluss und Sounds wie Kizomba, Kuduro, Baile Funk sind prägende Stile für viele portugiesische Produzenten, die mit diesen Sounds aufgewachsen sind. Das gilt auch für Branko, der sich musikalisch kaum an nordamerikanischen oder englischen Trends orientiert. Der Song „Tudo Certo“' mit dem Kapverdischen Sänger Dino D'Santiago ist da nur ein Beispiel. Ein weiterer Track ist „Bleza“'. Das ist der Name des Clubs in Lissabon, wo bereits unzählige traditionelle Musiker aus den ehemaligen Kolonien aufgetreten sind oder ihre Sessions aufgenommen haben. Mit der monatlichen Veranstaltung „Na surra“' versammeln Branko und seine Kollegen des Labels Enchufada die neue Generation von Lissabon an diesem Ort und zelebrieren den Zeitgeist der „Nova Lisboa“.

Stand: 28.02.2019, 19:39