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"AmaPiano Volume 4" - Der neueste Schrei in Sachen South African House

Amapiano Volume 4

AmaPiano Volume 4

"AmaPiano Volume 4" - Der neueste Schrei in Sachen South African House

Von Georg Milz

Es ist längst kein Geheimnis mehr, Südafrika ist das Land, indem am meisten House Musik weltweit produziert und konsumiert wird. Gerade entsteht in den Townships rund um Pretoria der neuste Schrei in Sachen South African House und der heißt AmaPiano.

Schnalzende Basslines und kickende Drums, mal versetzt mit Vocal-Schnipseln. Dazu kommen jazzige Piano-Sounds, die dem AmaPiano seinen Namen verschafft haben. Die jungen Könige des AmaPiano heißen ThackzinDJ, Kabza de Small oder Mdu aka TRP und sind Teil einer neuen Generation von Produzenten, die mit den wenigen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln, ihren ganz eigenen Sound erschaffen haben.

Die deepen House-Grooves haben rund 115 Beats pro Minute und sind mit Einflüssen aus dem Kwaito, vereinzelt auch Gqom versetzt. Einer der ersten „AmaPiano“-Songs, die auch den Sprung in die Charts in Südafrika geschafft haben, heißt „Tshwara“ von Pencil & Zingmaster und zu „Iskhathi (Gong Gong)“ von KWiiSH SA ist die Amapiano-Dance-Challenge ausgebrochen.

Alle Produzenten organisieren in den Townships ihre eigenen Parties und erwirtschen aus den Eintrittsgeldern ihren Gewinn. Und da laufen dann nicht irgendwelche Amapiano-Songs, sondern eben immer nur die Eigenen. Deshalb verbringen sie oft tagelang in ihren Schlafzimmer-Studios und produzieren einen Song nach dem nächsten, bis zu 20 Stück am Tag.

Collin Mokgaotsi kümmert sich bei „House Afrika“ um den Amapiano-Nachwuchs und hat verraten, dass inzwischen Spotify seine Finger nach dem neuen Trendsound der Townships ausgestreckt hat. Sie würden da großes Potential sehen, interessanterweise zum Beispiel für ihre Playlists in Brasilien.

Die meisten Songs die in den Whatsapp-Gruppen der Studenten von Pretoria zirkulieren, haben ellenlange Intros und verwenden kitschige Midi-Sounds. Das Label „House Afrika“ hat sich im Schulter-Schluss mit „Born in Soweto“ nun daran gemacht, den jungen Produzenten zu helfen, ihren Sound für den Markt in Südafrika kompatibel zu machen.   Bisher erscheint einmal im Jahr eine Compilat

Stand: 16.05.2019, 17:25