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Bad Bunny – Where She Goes

Fünf Songs, die die Welt jetzt braucht

Stand: 19.05.2023, 16:00 Uhr

Bad Bunny liefert den nächsten Uptempo-Banger über sein Liebesleben, Levin Liam leakt die nächsten Tracks und Speech Debelle macht Poesie über Gender-Empowerment – das sind unsere fünf Songs der Woche!

Bad Bunny – Where She Goes

Bad Bunny war in den letzten Wochen nicht nur wegen seiner Performance beim Coachella in aller Munde, sondern auch, weil er in einer Beziehung mit Kardashian-Schwester Kendall Jenner sein soll. Viele der Fans fanden die Schlagzeilen über die neue Liebe so gar nicht gut. Und auch mit der neuen Single "Where She Goes" gehen die Spekulationen weiter, ob es sich bei der Angebeteten im Track, mit der Bad Bunny eine unvergessliche Nacht verbracht hat, um das Model handeln könnte. So viel steht fest: Bad Bunny überzeugt nach seinem Album "Un Verano Sin Ti" mit einem neuen Uptempo-Banger für den Dancefloor zwischen 808s und EDM, und einem Video in Desert-Optik, bei dem sich auch Frank Ocean, Lil Uzi Vert und Dominic Fike für superkurze Cameos blicken lassen.   

Levin Liam – Niemals Hatten / Ewig Hält

Im Jahr 2023 ist Levin Liam längst nicht mehr nur der Support-Act von Trettmann. Der Hamburger blickt mittlerweile auf beachtliche Erfolge, darunter die eigene Colors-Show, das Album "Vergiss mich nicht zu schnell" zusammen mit Cato und seine EPs wie "Levin Leaks 2022". An Letztere knüpft der Sänger und Schauspieler jetzt erneut an und veröffentlicht die "Levin Leaks 2023", auf denen auch die Tracks zum Doppelvideo "Niemals Hatten/Ewig Hält" zu finden sind. In Retro-Ästhetik läuft Levin über Frühlingsblumenwiesen oder den Rummel und philosophiert bei Sonnenuntergang, warum seine Beziehung am Ende doch nicht so besonders war, wie gedacht und nicht für immer halten kann. Musikalisch fokussiert er sich dabei auf das Wesentliche: mal klirren Gitarren in Background oder es plätschern 80s-Synths vor sich hin. 

Speech Debelle – Wayward

Schon 2009 hatte Speech Debelle den prestigeträchtigen Mercury Prize gewonnen. Jetzt steht mit "Sunday Dinner On A Monday" das vierte Album der Britin an, auf dem sie das Spektrum zwischen femininer und maskuliner Energie erforscht. Wie auch die Kostprobe "Wayward" daraus zeigt, ist mit viel Poesie über Empowerment, Aktivismus, aber auch Lust zu rechnen. "Ich wollte im Video einen Anzug tragen, um mich und meine maskuline Energie zu zeigen und mich gleichzeitig in meine Weiblichkeit zu lehnen, gespielt von der Tänzerin Rónké Olágúnjú", sagt Debelle selbst über den Clip, der als One-Take entstanden ist. Die Sängerin ist dabei im Vordergrund zu sehen, während hinter einem Vorhang der Schatten der Tänzerin zu sehen ist, der gleichzeitig den Schatten von Speech Debelle darstellen soll.

Gotopo & Don Elektron – Sacúdete

Eine indigene Kämpferin aus der Zukunft wacht an einem unbekannten Ort zu seiner unbekannten Zeit auf. Der einzige Hinweis: ein antikes, pre-hispanisches Amulett, das die Beteiligten zum Dance-Battle anstachelt. Das ist im neuen Video "Sacúdete" von Gotopo zu sehen, die dazugehörige Debüt-EP ist gerade erschienen. Gotopo wohnt in Berlin, hat aber Wurzeln in Venezuela. Aufgewachsen ist sie in der Hauptstadt Caracas, bis sie aufgrund der Krisen in ihrer Heimat nach Berlin zieht, wo sie erst Erfahrungen als Straßenmusikerin sammelt und dann anfängt selbst Songs zu produzieren. Dabei vereint sie Latin-Pop, Avantgarde, elektronische Musik oder Traditionelles ihrer Vorfahren. Am 10. Juni wird Gotopo auch live auf dem COSMO Festival zu sehen sein.

MEUTE - Sail (Awolnation Rework)

Meute haben ihre Blasinstrumente und Drums in die Koffer gepackt und bringen ihren Elektro-Bass-Sounds nach Down Under. Ihre neue Single "Sail" im Awolnation Rework haben die Hamburger unter einem Feigenbaum in Adelaide performt. Mit dem aktuellen Album "Taumel"  ist die elfköpfige Combo gerade auf der ganzen Welt unterwegs – von Adelaide bis San Francisco. Trotz geplanter Live-Konzerte kommen dabei aber auch die typischen Guerilla-Konzerte nicht zu kurz. Das hat für die Techno-Marching-Band einen ganz besonderen Charme, denn auf der Straße ist es unfassbar ehrlich und die Menschen gehen einfach weg, wenn es sie nicht interessiert, sagt Meute-Mitgründer Thomas Burhorn. Dass in Australien keiner so schnell gehen wollte, zeigt das dabei entstandene Video zu "Sail", das die pure Begeisterung der Crowd auch abseits der großen Live-Show einfängt.