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WDRcosmo - Der Sound der Welt
KeKe – Krush

Fünf Songs, die die Welt jetzt braucht

Stand: 02.12.2022, 18:00 Uhr

KeKe hat sich verliebt, Guts bringt Kuba und Frankreich im Senegal zusammen und Stormzy feiert den Release von "This Is What I Mean" – das sind unsere fünf Songs der Woche!

KeKe – Krush

Gerade noch hat KeKe Fuckboys aus ihren DMs aussortiert, jetzt geht die Wienerin ganz tief unter die Haut und liefert das Kontrastprogramm mit "Krush". KeKe verliebt sich nämlich – um dann tief zu fallen. Denn die große Liebe entpuppt lediglich als Schwärmerei. Die Träume größer als die Gefühle und die Realität härter als der Asphalt, auf dem sie beim Aufwachen aufklatscht. Eine Situation, mit der die meisten Zuhörer:innen wohl relaten können. Und genau darum geht es KeKe: Das neue Projekt heißt zwar "just for fun", aber neben gewohnter Representiererei und Unantastbarkeit lässt KeKe darauf eben auch tief blicken. Das Ziel war Musik rauszubringen ganz ohne Druck, über Themen, die die Leute irgendwie zusammenbringen. Heartbreak ist eins davon.    

Guts feat. Brenda Navarrete & David Walters – Por Qué Ou Ka Fè Sa

Guts schmeißt den Sonnenschein in die Audiospur. Das könnte daran liegen, dass der Produzent aus Frankreich mittlerweile auf Ibiza lebt. Auch bei seinem neuen Track "Por Qué Ou Ka Fè Sa" strahlt die Sonnenscheinkomponente deutlich durch. Hierfür hat er sich mit David Walters und Brenda Navarette zusammengetan. Walters und er sind beim gleichen Label gesignt. Die Kubanerin Brenda Navarette kommt als Percussionistin und Sängerin hinzu, als sich alle in Dakar getroffen haben. Dort ist auch das Studiovideo zum Track entstanden. Navarette und Walters sind aber nur zwei der Artists, die Guts aufs neue Album "Estrellas" gepackt hat. Der Producer hat dafür nämlich eine ganze Reihe von Künstler:innen aus Kuba und Frankreich zum recorden in die senegalesische Hauptstadt gebracht.

Stormzy – This Is What I Mean

Das neue Album von Stormzy ist draußen! "This Is What I Mean" ist ziemlich persönlich geworden. Zwischen Wut und Zerbrechlichkeit lässt die UK-Koryphäe tief ins seine Seelenwelt blicken. Der Store musste nach der Coronapandemie und einer zerbrochenen Beziehung einmal kurz geschlossen werden. Was das mit Stormzy gemacht hat, teilt er uns auf der Platte mit. Trotz Sanftheit kommen aber auch die Statements nicht zu kurz. Der Titeltrack ist eines davon, mit dem Stormzy das UK-Rap-Königreich verteidigt. "This Is What I Mean" setzt auf pathetische Chöre und Hedonismus. Aufgenommen wurde das Video zum Titeltrack auf seiner Release-Party – zu sehen sind Artists aus UK und der ghanaischen Diaspora wie Amaarae, Black Sherif, Jacob Collier und Ms Banks.    

Lazuli – Gasolina

Fürs neue Video zu "Gasolina" setzt Lazuli in Sachen Machart auf künstliche Intelligenz. Neben avantgardistischen Outfits gibt's futuristische Effekte, die manchmal ein bisschen creepy wirken. Und natürlich Tunes aus tiefen 808s, Synths und minimalistischem Pop, während Lazuli mit Coolness und Leichtigkeit von ihrer Love Interest singt. Aufgewachsen ist die Sängerin in Frankreich, hat aber Wurzeln in Chile und war in jungen Jahren immer wieder in Kontakt mit der chilenischen Diaspora. Daher kommen auch die Einflüsse aus Reggaeton und Moombahton, die vor allem in der Zusammenarbeit mit dem französischen Produzenten Brodinski oder King Doudou durchgeschimmert sind. Das Teasing fürs neue Mixtape "TOKETA", das am 13. Januar erscheinen soll, wirkt da schon fast sanft und poppig.

Yonii feat. Ghanaian Stallion – Sanga

"Jammin" pumpen und die Beats sind international – so beschreibt Yonii die Zusammenarbeit mit Ghanaian Stallion. Der Rapper aus Schwaben und der Producer aus Berlin setzen mit "Sanga" auf Afrobeats und Drill-Elemente. Als Setting fürs Video dient die U1 in Berlin – von der Warschauer Straße bis zum Kotti. Trotz finanzieller Verluste in Sachen Straßenkunst lässt Yonii sich zur U-Bahn-Party nicht zweimal bitten, die schlechte Laune ist schnell vergessen. "Sanga" ist dabei nicht das erste musikalische Aufeinandertreffen der beiden: Gemeinsam mit Sugar MMFK waren sie zuletzt auf Megalohs Album "21" zu hören. Das hat so gut funktioniert, das jetzt die Zusammenarbeit im Duo folgt.