Bad Bunny – El Apagón

Fünf Songs, die die Welt jetzt braucht

Stand: 23.09.2022, 18:00 Uhr

Bad Bunny veröffentlicht eine 23-minütige Doku über Missstände in Puerto Rico, Patrice covert die Beach Boys und Stormzy kehr mit Knall und Cameos zurück – das sind unsere fünf Songs der Woche!

Bad Bunny – El Apagón – Aqui Vive Gente

Seit dem Release seines letzten Albums "Un Verano Sin Ti" hat Bad Bunny schon mehrere Videoauskopplungen veröffentlicht – unter anderem zu "Neverita" und "Tití Me Pregunto". Neben gewohntem Style und guter Laune setzt Bad Bunny diesmal aber vor allem auf Sozialkritik. Das Video zu "El Apagón" ist nämlich ein fast 23-minütiger Film geworden, der auf die gesellschaftlichen und sozialen Missstände in seiner Heimat Puerto Rico aufmerksam macht. Zum Beispiel herrscht in dem südamerikanischen Land gerade Stromausfall wegen Hurrikan Fiona, der mehr als eine Million Menschen aufgrund mangelnder Vorsorge im Dunkeln lässt. Aber auch die Gentrifizierung von Städten wie San Juan wird thematisiert. Für das Video mit dem Subtitel "Hier leben Menschen" hat sich der Sänger mit der puerto-ricanischen Journalistin Bianca Graulau zusammengetan.   

Patrice – Good Vibrations

Auf über 20 Jahre Karriere blickt Patrice mittlerweile zurück. Jetzt setzt der Kölner zum "Super Album" an, das am 06. Oktober erscheint, und liefert damit Rückblick, Reboot und Vorschau gleichermaßen. Dennoch betont Patrice, dass das Album kein Best-Of wird: "Ein Best-Of ist etwas, das man am Ende seiner Karriere macht, wenn einem die Ideen ausgehen – aber so weit bin ich noch nicht." Die Platte wurde in der Nähe seines Kölner Elternhauses aufgenommen, wo er herumgespielt und experimentiert hat. So ist auch die Singleauskopplung "Good Vibrations" entstanden, die ein Cover des gleichnamigen Beach Boys Track ist. Bei Patrice bekommt die Nummer aber einen ganz neuen Groove – mit Dub und tiefen Bässen. Dazu gibt es ein Drum-Sample von Mobb Deeps "Quiet Storm".     

Stormzy – Mel Made Me Do It

Nach dreijähriger Releasepause kehrt Stormzy jetzt zurück und droppt seine neue Single "Mel Made Me Do It". Neben einem über sieben Minuten langem Wordplay, in dem er die Welt daran teilhaben lässt, warum er noch immer der GOAT ist, kommt mit dem neuen Track auch ein episches Video mit vielen Cameos und Storylines. Stormzy ist zum Beispiel mal in einer Talkshow zu sehen, mal in prunkvollen Villen und bekommt Support von großen Namen wie dem jamaikanischen Sportler Usain Bolt, den Rap-Kolleg:innen Headie One und Little Simz oder dem Coach des AS Rom und TikTok-Legende Jose Mourinho. Am Ende des Video-Epos kündigt Stormzy außerdem an, dass sein drittes Album noch in diesem Jahr erscheinen soll. Zuletzt war 2019 "Heavy Is The Head" erschienen, mit dem es der Brite auf Platz eins der Charts schaffte.  

Badmómzjay – Keine Tränen

Dem Titel Deutschraps Nachwuchsqueen ist Badmómzjay schon längst entwachsen. Die Berlinerin hat die Szene mit schießendem Flow übernommen und beweist auch in Sachen Melodien den richtigen Riecher, wie auch ihr neuer Track zeigt: "Keine Tränen" ist die nächste Kostprobe aus dem kommenden Album "Survival Mode" und setzt auf poppige Tunes und selbstreflektierte Lyrics übers Scheitern und Erfolg. "Keine Tränen, hätte ich gar nichts falsch gemacht, würd' ich heut' nicht hier stehen", singt Badmómz und liefert damit das komplette Gegenteil zu bisherigen Ansagen an die Rap-Welt. So ganz verzichtet sie aber auch hier nicht auf Kritik und called die Plattenindustrie und sexistische Oberflächlichkeiten in der Gesellschaft aus.  

Yemi Alade & Spice – Bubble It

Nigeria meets Jamaika – Yemi Alade und Spice feiern gegenseitig ihre Roots und lassen dabei Afrobeats und Dancehall-Tunes zusammenkommen. "Bubbel It" zielt dabei erwartungsgemäß straight auf den Dancefloor ab. Das wird auch im dazugehörigen Video deutlich, wenn die beiden Queens mit ihren Tänzerinnen wigglen und Bend Down Posen einnehmen. Auf "Bubble It" steht allerdings nicht nur die Dance-Culture im Mittelpunkt, sondern auch female Empowerment. Dabei pushen sich Yemi und Spice gegenseitig, in dem sie ihre jeweiligen Kulturen zelebrieren: Yemi trägt die Nationalfarben von Jamaika und Spicy rockt ein Outfit mit afrikanischen Elementen.