Live hören
WDRcosmo - Der Sound der Welt
Nina Chuba feat. Juju – Wildberry Lillet

Fünf Songs, die die Welt jetzt braucht

Stand: 16.09.2022, 18:00 Uhr

Nina Chuba trinkt "Wildberry Lillet" mit Juju, Bomba Estéreo schnappen sich Manu Chao für ein Feature und Becky Sikasa besingt auf Piano-Tunes ihren Herzschmerz – das sind unsere fünf Songs der Woche!

Nina Chuba feat. Juju – Wildberry Lillet

Mit “Wildberry Lillet” ist Nina Chuba schon seit einigen Wochen ganz groß auf TikTok und Co. unterwegs. Platz eins der deutschen Albumcharts gab es es für die Nummer auch schon. Den Erfolg krönt jetzt der neue Remix zusammen mit der Berliner Rapperin Juju. Wie auch schon beim Original machen die beiden Girls auf Pop, Highlife und Dub klar, was sie wollen. Neben Flügen zum Mars und lila Scheinen bedeutet das vor allem Canapés und Wildberry Lillet zum Frühstück. Was zum großen Erfolg von Nina Chuba jetzt noch aussteht, ist die erste LP auf Deutsch – ihre Projekte "Power" und "Average" sind nämlich noch auf Englisch erschienen. Die "Wildberry Lillet EP" dient zumindest als kleine Überbrückung und beinhaltet neben dem Juju-Feature auch noch einen Rave Remix vom Berliner Electro-Duo Twocolors.        

Bomba Estéreo & Manu Chao – Me Duele

Im Kosmos von Bomba Estéreo passiert gerade so einiges: Die Combo aus Kolumbien war gerade erst auf dem Album "Un Verano Sin Ti" von Bad Bunny zu hören. Jetzt sind sie auf großer US-Tour und überzeugen mit dem nächsten Feature: Für "Me Duele" haben sie sich nämlich mit der Mestizo-Legende Manu Chao zusammengetan. Auf Instagram schreibt der französisch-spanische Sänger: "'Me Duele' ist ein Song darüber, wie Schmerz in schwierigen Momenten des Lebens gelöst werden kann und das Leben weitergeht – mit diesem großartigen Gefühl, wenn der Schmerz schon vergangen ist." Aufgenommen wurde er im Studio von Bomba-Estéreo-Sängerin Li Saumet an der kolumbianischen Karibikküste. Trotz schmerzender Thematik klingt "Me Duele" aber vor allem nach Hoffnung und macht auch mit dem dazugehörigen Video in bunten Papp-Collagen viel Freude fürs Auge.

Becky Sikasa – The Edge

Zuerst schwebt man auf Wolke sieben, dann knallt man auf dem harten Beton der Realität auf und ist wieder alleine mit seinem Schmerz. Das Ende einer Beziehung ist hart. Wo früher Zweisamkeit und Vertrauen herrschten, kehrt die Einsamkeit ein. Darum geht es auch im neuen Track von Becky Sikasa. "Du kannst dir einfach nicht vorstellen, dass es je wieder so sein wird, dass du dich von einer Person so verstanden und gesehen fühlst", sagt die Sängerin mit Wahlheimat Köln über "The Edge". Der Track setzt auf sanfte Piano-Klänge und Herzschmerz-Lyrics, in die Becky sich mit jedem Mal wieder reinversetzt, wenn sie den Song singt. Das Video wurde in Glasgow gedreht, denn zu Schottland hat Becky eine besondere Beziehung: In Edinburgh hat sie nämlich Popmusik studiert. Bei dem melancholisch-angehauchtem Clip führte die preisgekrönte britische Regisseurin Oliva J. Middleton Regie.

Uji feat. Nyaruach – QUEMAQUEMA

"Die Kunst der Musik besteht darin, die Zeit zu manipulieren", sagt Uji über sein neues Album – dazu passt auch der Titel "Timebeing". Der sechste Langspieler des Producers und Multi-Instrumentalisten aus Buenos Aires, der gleichzeitig als Film erscheinen wird, kommt Ende Oktober und wagt einen Blick in Vergangenheit und Zukunft gleichermaßen. Fast schon antike Sounds werden hier mit futuristischen Visionen vermischt – Stammestänze treffen auf Rave-Elemente. Psychedelisch klingt da auch "QUEMAQUEMA", mit Drums, eindringlichen Synths und Gesang von Uji selbst, aber auch von der sudanesischen Künstlerin Nyaruach. Im dazugehörigen Video wird auch der Zeitgedanke des gesamten Albums aufgegriffen. Es zeigt zwei Performer:innen: Asuka, die in einem Labyrinth aus Spiegeln erwacht und mit ihren größten Ängsten konfrontiert wird. Dazu kommt Niax, die Kreatur der Zeit, und versucht diese zu transformieren.

Patoranking feat. Diamond Platnumz – Kolo Kolo

Nigeria trifft auf Tansania – Patoranking auf Diamond Platnumz. Der Afrobeats-Star veröffentlicht im nächsten Jahr sein neues Album und startet mit "Kolo Kolo" in die Promotion. Zwei weitere Kostproben sollen noch folgen – das steht bis hierhin fest. "Kolo Kolo" hat derweil satte Bläser und viel Leidenschaft zu bieten, die auf nigerianischem Pidgin und Swahili preisgegeben wird. Gedreht wurde das Video in Diamond Platnumz‘ Heimatstadt Daressalam an der Küste von Tansania. Neben bunten Tänzen ist darin auch die nigerianische Schauspielerin Nancy Isime zu sehen. Ob Patoranking mit dem neuen Album auch an die Erfolge des letzten Jahres anknüpfen wird, wird sich noch zeigen: Für seinen Track "Celebrate Me" hat er nämlich letztes Jahr bei den Headies – den nigerianischen Grammys – den Preis für den besten Track abgeräumt.