Rosalía – Despecha

Fünf Songs, die die Welt jetzt braucht

Stand: 12.08.2022, 15:00 Uhr

Rosalía feiert eine Beachparty auf Mallorca, Céline hat die große Liebe gefunden und JID kündigt sein neues Album "The Forever Story" an – das sind unsere fünf Songs der Woche!

Rosalía – Despecha

Tapas und gute Vibes am Strand von Portitxol – das liefert "Despecha" von Rosalía, ein Track, den die Katalanin in den letzten Wochen immer wieder auf ihrer Tour präsentierte. Drei Monate nach ihrem letzten Album "Motomami" legt die spanische Sängerin damit was Neues nach. Und bezieht sich darin auch auf ihre Heimat Barcelona, auch wenn für das Video ein Strand auf Mallorca hergehalten hat. Darin feiert Rosalía eine kleine, aber ausgelassene Beachparty – mit Ghettoblaster und Sonnenbrillen, von mittags bis Sonnenuntergang. Bei all der guten Laune musste die Sängerin in den letzten Wochen aber auch einiges an Kritik einstecken: "Despecha" ist ein Merengue – und der kommt eigentlich aus der Dominikanischen Republik. Zwar verweist sie im Track auf die karibische Insel, dennoch werfen ihr Stimmen im Netz kulturelle Aneignung vor.

Céline – A$AP & Rihanna

Seit 2020 sind Rihanna und A$AP Rocky auch offiziell das Favorite Couple des Global Pop. Im Mai kam das gemeinsame Baby zur Welt. Eine Lovestory, die Céline als Goal-Vorlage für ihren neuen Track genommen hat: "Wir sind gemacht füreinander, wie A$AP und Rihanna", singt die aus Paderborn kommende Rapperin. "A$AP & Rihanna" handelt von Vertrauen, Schmetterlingen im Bauch und großer Zukunft. Dem Gefühl, endlich die richtige Person für sich gefunden zu haben. Und obendrauf gibt's mit dem neuen Track auch noch ordentlich Sommergefühle, wenn die Wahlberlinerin mit ihren Homies die Wohnwagenanlage oder Skaterampe unsicher macht. Musikalisch setzt Céline dabei auf romantisch bis cheesy anmutende Gitarren, die mit Pop-Tunes ergänzt werden.

JID – Dance Now

Bei J. Coles Label Dreamville gehört JID schon längst zum festen Inventar. Mit "The Forever Story" erscheint Ende August das zweite Album des Rappers aus Atlanta, der in seiner Jugend Football-Spieler werden wollte, die Sportlerkarriere aber gegen die Musik eintauschte. Kein schlechter Zug, denn auch auf der neuen Single "Dance Now" beweist JID, dass er Lines mindestens genauso sportlich spittet, wie Pigskins. Sowohl textlich als auch im Video nimmt uns JID mit in seine Hood, in der es leider alles andere als rosig zugeht. Dort tanzen die Menschen mit dem Teufel – zwischen Schießereien, Stripclubs, Drogen und Kriminalität. Dabei geht es vor allem auch darum, in schwierigen Situationen nicht den Glauben an das Gute zu verlieren.

Badmómzjay – Survival Mode (Intro)

Eins war bei Badmómzjay schon von vornerein klar: Die Rapperin ist gekommen, um die Deutschrapszene zu rasieren. Daran hat sich auch drei Jahre später nichts geändert. Das erste Album "badmómz." kam 2021 raus. Jetzt legt die Berlinerin mit "Survival Mode (Intro)" nach und kündigt im Zuge dessen auch den nächsten Langspieler an. Ein guter Zeitpunkt, um die kometenhafte Karriere noch einmal Revue passieren zu lassen – und auch gegen die Hater:innen auszuteilen. Trotz Erfolg hatte es Jordy in der Szene nicht immer leicht. Das zeigen auch die ausgedruckten Hate-Nachrichten aus dem Netz, die im dazugehörigen Video eine Collage bilden. Der Ton von Badmómzjay ist dabei klar und bestimmt: "Egal, was ich mach, sie suchen sowieso den Haken/Ich lass mir nichts von einen paar weißen, alten Opas sagen", rappt Jordy und teilt gegen die HipHop-Polizei aus.

Loyle Carner feat. John Agard – Georgetown

Für seinen neuen Track "Georgetown" hat sich Loyle Carner erneut keinen Geringeren als Beat-Ikone Madlib zur Seite geholt. Der Schachzug ist nicht zu überhören: Typisch Madlib setzt der Producer aus Kalifornien auch hier auf seine eindringlichen Synths, während der Rapper aus UK Oldschool-Style am Mic liefert. Lyrische Unterstützung kommt dabei von John Argard, dem afro-guyanesischen Dramatiker, der sein Gedicht "Half-caste" zu Beginn und Ende vorträgt, mit dem sich Loyle schon immer identifizieren konnte: "Jemand zu sehen, der älter als ich ist und aussieht wie ich, die gleiche Erfahrung teilt, hat mich stolz gemacht, nicht reinzupassen." Im Zuge der Zusammenarbeit mit Madlib kündigt Loyle außerdem an, dass unter dem Projektnamen "MADloyle" noch mehr musikalische Schätze auf seiner Festplatte liegen.