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Princess Nokia – Diva

Fünf Songs, die die Welt jetzt braucht

Stand: 17.06.2022, 16:43 Uhr

Princess Nokia feiert Diven und Puerto Rico, Aya Nakamura wird zur Bösewichtin und Greentea Peng reist mit uns an die Küste von UK – das sind unsere fünf Songs der Woche!

Princess Nokia – Diva

Princess Nokia zollt mit ihrem neuen Track "Diva" gleich zwei Dingen Tribut: Den Frauen, die die New Yorkerin im Laufe ihres Lebens und der Karriere geprägt haben, aber auch ihren Roots in Puerto Rico. "I feel like Beyoncé, I feel like Shakira. Lemonade I’m juicy, hips don't lie Selena", heißt es in den Lyrics, während sie außerdem Britney Spears, Christina Aguilera und die verstorbene Aaliyah erwähnt. Dabei thematisiert Princess Nokia aber auch ihre eigene Karriere und was es bedeutet, eine performende Diva und Goddess zu sein. Musikalisch geht sie mit dem Track eine Fusion aus Pop und Rap ein. Das bunte Video wurde währenddessen in Puerto Rico gedreht und zeigt, wie die Rapperin mal im weißen Kleid in der Natur tanzt, im Vintage-Car über die Insel fährt oder ein kulturelles Fest der Befreiung und Freude mit ihrer "chosen family" feiert. Für diese Szene haben sie sogar Los Dos Aguas und ihre Vorfahren angebetet, um deren Segen zu bekommen, schreibt Princess Nokia.

Aya Nakamura – Méchante

Es wurde aber auch Zeit, dass Aya Nakamura ihren mehr oder weniger offiziellen Kandidaten für den Sommerhit 2022 liefert. Im März war erst die Zusammenarbeit mit Damso auf "Dégaine" erschienen. Aber mit "Méchante" kommen wir jetzt vollends im Sommer an. Darin schlüpft die Pariserin in die Rolle der "weiblichen Bösewichtin" – das heißt nämlich der Titel auf Deutsch übersetzt. In Lederklamotte kommt Aya bei einer Villa in Südfrankreich vorgefahren, um ihrer Love Interest deutlich zu machen, dass es Grenzen gibt. Wenn es in der Liebe nicht so läuft und die Romantik fehlt, wird Aya eben zur Bösewichtin. Dabei betont sie auch, dass sie die Offizielle an seiner ist, während sie mit ihren Girls und Boys im Club abhängt und mit Scheinen wedelt. Gewohnt tanzbar setzt Aya auf den Mix aus Afrobeats, Pop und Leichtigkeit, die mit Latin-Gitarren unterstrichen wird. Genau das, was wir bei 37 Grad brauchen!

Greentea Peng – Stuck In The Middle

Mal wieder nimmt Greentea Peng uns mit auf ihre Streifzüge durch Großbritannien. Allerdings ist die Sängerin diesmal nicht in London unterwegs, sondern an der Küste in Hastings, wo sie so manche Legende des kleinen Städtchens im Süden von UK ablichtet. Sie selbst nennt es ihr "home away from home", denn jeder braucht mal Urlaub. Darum geht es auch in "Stuck In The Middle" – wenn man sich einfach mal freimacht von der Realität, die Gedanken, die einen sonst so verfolgen loslässt und den Druck runterschraubt. Für die Produktion des Laidback-Neo-Soul-Tracks hat sich Greentea gleich zwei große Producer des UK-HipHop zur Seite geholt: Swindle und MJ Cole, die neben R'n'B-Elementen auch Bläser, luftige Streicher, Keys und BoomBap in die Audiospur geschmissen haben.

Tripa Gninnin feat. Joochar – Viens Dans Ma Zone

Wer denkt, Reggae ist nur auf Jamaika zuhause, hat weit gefehlt: Neben Kingston und London gilt auch Abidjan, die größte Stadt der Côte d'Ivoire, als Genre-Schmelztiegel. Dort, genauer gesagt aus dem In-Viertel Yopougon, kommt Tripa Gninnin her, der als heißester Rapper seines Landes gehandelt wird. Mit seinem Mix aus Reggae und Trap reiht er sich in ein Genre des Landes ein, das aktuell besonders gehypt wird: dem Rap Ivoire. Auf seiner aktuellen EP "Bomboclaat" setzt Tripa auf Melodien und Lyrics von der Straße, mit denen er vor allem die Jugend des Landes repräsentiert. Gerappt wird dabei zum Beispiel auf Nouchi, der Kreolsprache von Abidjan, die ans Französische angelehnt ist. Im Video zu "Viens Dans Ma Zone" werden Runden im roten Jeep durch die Nachbarschaft gedreht, während Tripa und Joochar mit den Homies und Girls representen und in die Riddims eintauchen. Am 18. Juni feiert Tripa Gninnin übrigens seine Europa-Premiere beim COSMO Festival im Dortmunder Junkyard.

Flohio – Cuddy Buddy

"Warst du jemals an dem Punkt, an dem du das Gefühl hattest, dass deine Energie ausgetrocknet ist, denn das war ich. Und 'Cuddy Buddy' war mein Weg zu zeigen, wie müde ich mental war", das schreibt Flohio über ihren neuen Track. "Cuddy Buddy" strotz nur so vor soulfuler Melancholie und dem Wunsch nach einem Verbündeten zum kuscheln. More money more problems – das erkennt auch Flohio, die sich auf der immer steiler ansetzenden Karriereleiter befindet. Denn mittlerweile veröffentlicht die Rapperin aus London, die einst als Grafikdesignerin für Ninja Tune, die Labelheimat von Bonobo oder Kae Tempest, arbeitete, Musik über ihr eigenes Label DIY Or Die. "Cuddy Buddy" ist der erste Track, mit dem uns die UK-Überfliegerin in diesem Jahr beglückt und außerdem der erste Release nach dem 2020er Mixtape "No Panic, No Pain", mit dem Flohio ihr Debüt feierte und glänzte, nachdem sie von BBC bis Naomi Campbell schon einmal quer durch die Musiksphäre gefeiert wurde.