Kendrick Lamar – The Heart Part 5

Fünf Songs, die die Welt jetzt braucht

Stand: 13.05.2022, 14:24 Uhr

Kendrick Lamar tauscht Gesichter, Rosalía macht einen Survival-Ausflug in die Wälder und Nina Chuba verschlägt es nach Italien – das sind unsere fünf Songs der Woche!

Kendrick Lamar – The Heart Part 5

Wenn Kendrick Lamar einen weiteren Teil seiner "The Heart"-Serie rausbringt, stehen die Zeichen auf ein neues Albumrelease. "Mr Morale & The Big Steppers" ist am Freitag erschienen und beendet damit eine lange Durststrecke für die Fans von Lamar. Aber schon mit dem Vorboten hat der Rapper aus Compton sich mal wieder selbst übertroffen: Wie sonst geht es auch in "The Heart Part 5" um seine Struggles als Schwarzer Mann, die Hood und Erfolg. Passend dazu bildet er im dazugehörigen Video erfolgreiche, bekannte, Schwarze Männer ab, die als Helden gefeiert wurden, aber auch mit ihren Dämonen zu kämpfen haben oder hatten – darunter OJ Simpson, Kanye West und Will Smith. Die Verwandlung, die Kendrick dabei durchmacht, sieht täuschend echt aus. Mithilfe von Deepfakes, einer Art Faceswap, hat man das Gefühl, besagte Männer stehen wirklich vor der Kamera und rappen die Parts von Kendrick mit. Zuletzt werden außerdem die Verstorbenen Kobe Bryant und Nipsey Hussle für ihren Impact geehrt.

Rosalía – Delirio de Grandeza

Auch wenn der Release von "Motomami" mittlerweile schon zwei Monate zurückliegt, steckt die Sängerin aus Barcelona noch immer in der Promophase ihres dritten Albums. Jetzt ist ein Video zu "Delirio de Grandeza" erschienen, der Größenwahn, der die Liebe immer wieder zum Scheitern verurteilt. In Soundcollagen aus Naturgeräuschen, Flamenco-Bläsern und Bolero verliert sich Rosalía im Wald, hackt Holz, macht Feuer und geht Fischen. Ein Ausflug in die raue Natur, die sinnbildlich für die Roughness ihrer Liebe steht. Cineastisch erinnert die Sängerin dabei an Jennifer Lawrence’ Rolle in "Die Tribute von Panem". Und tatsächlich leistet Rosalía auch musikalisch ein paar Tribute: "Delirio de Grandeza" verweist auf den gleichnamigen Track des kubanischen Sängers Justo Betancourt und greift auch den Souljah Boy Part von "Delirious" auf. Ein Track, der 2009 auf dem Debüt von Vistosso Bosses erschienen ist, einem Duo aus Atlanta mit ziemlicher kurzer Karriere, aber einem Hit, der dadurch noch einmal ins Rampenlicht gerückt wird.

Nina Chuba – Femminello

Nina Chuba lebt das gute Leben unterm Zitronenbäumchen in Italien: "Femminello" heißt der neue Track der Rapperin aus Hamburg. Und passend zu Sommer, Sonne, gute Laune verschlägt es Nina dabei auch nach Italien, während sie über die letzten Monate und ihren steilen Auftstieg im Musikbiz philosophiert. Der Titel des Tracks kommt dabei aber nicht von ungefähr: "Femminello" beschreibt nämlich, wie sie sich im Writer's Camp in Sizilien gefühlt hat: "Gutes Wetter, gute Leute, gutes Essen, gute Songs – die Single feiert einfach das Leben an sich", sagt Nina selbst. Noch mehr Chill-Vibes bekommt der Track mit einem Dub- bzw. Reggae-Tune verpasst. Im Video badet Nina entsprechend gelassen in einer Wanne voller Zitronen oder winkt vom Balkon ihrer Villa. La Dolce Vita lässt grüßen und einen vielversprechenden Sommerhit für die Spielzeit 2022 haben wir damit auch schon am Start!

Muito Kaballa feat. Bantu – Inside Outside

Muito Kaballa sind mit ihrer Musik eigentlich auf den Straßen zuhause – und daran hat sich auch mit der Veröffentlichung ihrer Studioalben nichts geändert. Noch heute jammen die Musiker:innen um Gründer Niklas Mündemann, der einst als Ein-Mann-Band performte, spontan auf den Straßen, wenn sie unterwegs sind. Jetzt veröffentlicht die neunköpfige Combo aus Köln ihr neues Album "Little Child" und hat sich dafür prominente Unterstützung zur Seite geholt. Auf "Inside Outside" ist keine Geringerer als Ade Bantu zu hören, der für den Track eine empowernde Rede geschrieben hat. Währenddessen liefern Muito Kaballa und Ades Band Vocals und Sounds aus Afrobeats, Funk und Jazz. Mit dabei sind Bläser, Percussions und Drums, die den Bewegungsdrang aktivieren. Wie gut das auch live funktioniert, könnt ihr beim COSMO Festival am 18. Juni im Dortmunder Junkyard erleben. Dort werden Muito Kaballa neben Acts wie Yetundey, K.ZIA, David Walters und Albi X auftreten.

Burna Boy – Last Last

Im Juli kommt das neue Album von Burna Boy – "Love Damini", ein sehr persönlicher Titel, denn der Sänger aus Nigeria erklärt, dass er so immer seine Briefe unterschreibt. Das Album soll am 31. Geburtstag von Burna Boy erscheinen. Ein Zeitpunkt um in sich zu kehren: "Die Platte lässt euch zu meinem Geburtstag an meinen Gedanken teilhaben. Ich reflektiere alles – was ich mache und was passiert, wo ich herkomme. Wo ich herkomme, ist wo ich hingehe." "Last Last" ist einer der Tracks, die auf dem Album sein werden und featurt Toni Braxtons "He Wasn't Man Enough" aus dem Jahr 2000. Passend dazu geht es auch in den Lyrics um das Leben nach einer Trennung, und dass am Ende doch irgendwie alles gut wird. Das Video ist in Burna Boys Eigenregie entstanden mit der Ankündigung, dass alles, was darin zu sehen ist, ihm gehört: seine Autos, seine Freunde, seine Igbo und besonders seine Fans!